Jede achte Kommune in NRW will zum neuen Schuljahr im Sommer eine Sekundarschule einrichten. Das Schulministerium gab bekannt, den Bezirksregierungen lägen 51 Anträge vor. Da teilweise bis zu drei Kommunen gemeinsam eine Schule gründen wollen, sind insgesamt 56 Städte und Gemeinden beteiligt. Aus unserer Region haben Monheim, Kleve, Dinslaken, Kamp-Lintfort, Alpen, Jüchen, Straelen/Wachtendonk und Issum/Kerken Anträge bei der Bezirksregierung Düsseldorf gestellt.
Die meisten Anträge (18) kommen aus dem Regierungsbezirk Arnsberg, je neun aus den Bezirken Düsseldorf und Köln, acht aus Detmold und sieben aus Münster. Nur sieben Sekundarschulen sollen in Großstädten entstehen (Dortmund, Hamm, Gelsenkirchen, Münster, Essen, zweimal Bochum). Die Sekundarschule ist Kern des Schulkompromisses, den SPD, Grüne und CDU im Sommer geschlossen hatten. Zur Einrichtung sind mindestens drei Klassen zu je 25 Schülern nötig. Bis zur sechsten Klasse lernen alle Kinder gemeinsam; danach kann nach Leistung oder Bildungsgängen differenziert werden. Viele Sekundarschulen entstehen anstelle bestehender Haupt- und Realschulen. Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) zeigte sich erfreut, “dass sich so viele Kommunen auf den Weg machen”: “Hier zeigt sich, dass der Schulkonsens genau den richtigen Weg geebnet hat.” Die Anträge müssen noch von den Bezirksregierungen bearbeitet und vom Ministerium genehmigt werden. Zum Beginn der Anmeldungen im Februar sollen aber alle Kommunen Klarheit haben, ob die Schulen starten können. Zudem wollen 21 Kommunen neue Gesamtschulen einrichten. Ihre Gründung ist im “Schulfrieden” erleichtert worden. In der Region sind Kleve und Willich dabei. Quelle: RP


















