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Blog der Stadtschulpflegschaft Duisburg - Die Elternvertretung in der Stadt Duisburg

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3. Januar 2012

Twitter als neues Unterrichtsmittel in Frankreich

Während Hans Zehetmair, der Chef des Rats für deutsche Rechtschreibung, Twitter als „Fetzenliteratur“ geißelt und das Ende der Sprachkompetenz sieht, geht man in Frankreich einen anderen Weg.


Die Lehrer der Privatschule Immaculée Conception im nordfranzösischen Seclin nutzen den Kurznachrichtendienst Twitter für den Lese-Unterricht. Das ist Cool, so die siebenjährige Knirpse an der Schule. Die Lehrer sind der Meinung, dass Tweets lieber gelesen werden als Leselernbücher. Auf Twitter gibt es Bild und Ton, doch das mindert das Interesse an der Schrift nicht, im Gegenteil. Seit September 2011 werden die Kurznachrichten eingesetzt. Statt morgens wie in anderen Schulen die schwarze Tafel aufzuklappen, schaltet sie einen Riesenbildschirm an, auf dem in Großformat die Mitteilungen anderer Klassen in Frankreich, Belgien und Kanada erscheinen.


Die Schüler verfassen dann kurze Antworten auf die Botschaften, die sie erst in ihr Heft schreiben müssen und die dann korrigiert werden. “Die 140 Zeichen bei Twitter passen gut zu ihrer Lernstufe der siebenjährigen”, sagt eine Lehrerin. Außerdem zwinge der Kurznachrichtendienst die Kinder, an ihre “Leser” zu denken und gebe so der Übung zusätzlich Sinn.
Schulprojekte mit Twitter existieren auch in anderen Ländern, darunter auch in Deutschland. Doch meist ist es die Oberstufe, die mit dem Kurznachrichtendienst ihren Diskussionen eine neue Form verleiht. In Frankreich gibt es auf der Website Twittclasses 124 solcher Projekte, davon 37 für die Grundschule.

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