Zusammen mit der Stadtschulpflegschaft und der DLRG rufen das “Bürgernetzwerk Köln-West” und die Initiative “Bäder für alle” zur Teilnahme an einer Demonstration auf. Am 17. September um 13 Uhr möchten die engagierten Bürger mit großer Unterstützung für den Erhalt der Bäder in Nippes und Weiden plädieren.
Hintergrund ist die für Oktober erwartete Entscheidung des Stadtrates zur entsprechenden Vorlage der Bäder GmbH, der Stadtverwaltung und des Sportamtes, wonach beide Anstalten im Februar 2012 geschlossen werden sollen. Die Befürworter halten die Wasserflächen in Köln mit dem Ausbau des Stadion-Bades und der Eröffnung des Bades in der Lentstraße für ausreichend. Die Initiatoren bezweifeln dagegen, dass die Bäder Lentstraße und Stadionbad die Kapazitäten des Weidenbades und des Nippesbades auffangen können.
Nippes wäre im Fall der Schließung der erste Stadtbezirk ohne Schwimmbad, bemängeln die Initiatoren der Demo. Strukturen von Vereinen und Initiativen würden daher nachhaltig gefährdet. Lediglich die Aktivitäten von Schulen und von ausgewiesenen Schwimmvereinen würden berücksichtigt. Gleichzeitig erhöhe sich sowohl für Schüler als auch für ältere Menschen in oft unzumutbarer Weise die Entfernung zu den Bädern. Präventions- und Gesundheitskurse blieben ebenso auf der Strecke wie Tauchkurse. Die Becken im Lentpark und im Stadionbad seien schließlich nur zwei Meter und nicht 3,50 Meter tief, zudem fehlten 3-Meter-Sprungtürme. Daher seien die Bäder weder für Schulen und Vereine noch für die Ausbildung von Rettungsschwimmern geeignet.
“Abschied von wohnortnahen Bädern”
Aber auch die Öffentlichkeit käme zu kurz, da das Stadionhallenbad wie auch der Lentpark von Montag bis Freitag fast durchgehend bahnenweise durch Schulen und Vereine belegt seien. “Köln würde sich davon verabschieden, wohnortnahe, gut erreichbare Bäder zu betreiben”, sind sich die Sprecherinnen beider Initiativen, Antoinette Scheicht für Weiden und Helga Kollenbroich für Nippes, einig: “Das trifft vor allem Senioren, Kinder und Jugendliche sowie junge Familien.”
Weitere Infos unter www.buergernetzwerk-koeln-west.de


















