Zum Inhalt springen


Blog der Stadtschulpflegschaft Duisburg - Die Elternvertretung in der Stadt Duisburg

Follow SchuleDuisburg on TwitterStadtschulpflegschaft auf Twitter folgen


23. Juli 2011

Schule mit Geldsorgen

Das Leben ist eine Baustelle, auch an Schulen. Das musste Mathias Eckhardt, Schulleiter der Regenbogenschule an der Ottostraße in Marxloh, erfahren.

Vor allem in diesem Schuljahr. Die gute Nachricht: Die Schule kann ihren Ganztagsbetrieb auch langfristig aufrecht erhalten. Die schlechte: Sie hat ihren Status als verlässliche Grundschule seit Anfang des Jahres verloren. Das ist für Eckardt und seine 19 Kollegen ein echtes Problem: Denn viele der 210 Jungen und Mädchen, die an der Regenbogenschule lernen, sind darauf angewiesen, dass sie vor dem Unterricht bis neun Uhr und nach den Schulstunden bis 14 Uhr betreut und beaufsichtigt werden. Damit ist es seit Januar vorbei (wir berichteten).

Denn damals ging eine Betreuerin, die sich in dieser Zeit jahrelang um die Kinder kümmerte, in Mutterschutz. Die Duisburger Arge lehnte es trotz eines eindringlichen Briefes ab, die Stelle neu zu besetzen. Auch die zweite Stelle für die verlässliche Betreuung der Kids fiel weg, Mitte Mai. Zur Begründung verwies die Arge Duisburg auf die Kürzungen bei den Ein-Euro-Jobs.

Aus dem gleichen Grund winkte auch die Gesellschaft für Beschäftigungsförderung (GfB) ab. „Damit wurde eine Säule unseres pädagogischen Konzepts einfach weggetreten“, seufzt Eckardt. „Immerhin haben wir seit Juni jemanden gefunden, der rund 20 der Kinder vor und nach dem Unterricht betreut. Das ist auf Dauer aber auch keine Lösung.“ Daher sucht Eckardt weiter nach Sponsoren.

Vor kurzem schrieb der Pädagoge (62), seit mehr als acht Jahren Leiter der Schule, einen Brief an die Bezirksregierung in Düsseldorf, in dem er um Hilfe bat. Denn so einer wie Eckardt gibt nicht so schnell. Er hat gelernt zu kämpfen. Aber, wie jeder steuerzahlende Bürger weiß: Die Mühlen der Bürokratie mahlen oft sehr langsam. Eine Antwort aus Düsseldorf kann dauern.

Immerhin kann die Regenbogenschule den Kindern und ihren Eltern einen normalen Ganztagsbetrieb bis 16 Uhr garantieren, wenn auch nicht mehr in der gewohnten Qualität. Im Schulkinderhaus, das im Frühjahr sein 20-jähriges Bestehen feierte, bekommen nach wie vor viele Kinder nicht nur ein warmes Mittagessen. Sie werden dort auch bei den Hausaufgaben betreut, können danach drinnen und draußen spielen, treiben Sport. Eckardt: „Das bleibt auch so.“ Andererseits: Zu allem Überfluss ist auch die musische Bildung der Regenbogenkinder gestrichen, auch eine wichtige Säule der Schulbildung.

Da ist das Bildungspaket, das Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) auf den Weg brachte (10 Euro pro Monat und Kind), für Eckardt nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Zumal es mitunter lange dauert, bis Anträge genehmigt sind. Eckardt: „Es macht doch keinen Sinn, wenn ein Antrag genehmigt wird, wenn die Klassenfahrt längst vorbei ist.“

Quelle: Der Westen.de

19. Juli 2011

“Du Christ!” oder das Marxloh-Wunder

Praktische Theorie: Eine Konstanzer Tagung erkundet kulturelle Integrationsgrundlagen

Morgens pünktlich beziehungsweise überhaupt zum Unterricht erscheinen, die deutschen Mitschüler nicht als “Du Christ!” beschimpfen, und schon gar nicht verprügeln: An einer Förderschule mit 80 Prozent Migrantenanteil laufen “Kulturelle Grundlagen von Integration” auf elementare Verhaltsregeln hinaus. Betül Durmaz ist Lehrerin in Gelsenkirchen-Neustadt. Und ihr Auftritt gab der Tagung in Konstanz jene street credibility , die Soziologen und Kulturwissenschaftlern gern mal abhanden kommt, wenn sie allzu theoretisch über Prämissen von Integration diskutieren.

 

 

 

Am Exzellenzcluster der Universität Konstanz wird Integration durchaus als Grundlagenforschung begriffen, bloße Denkfabrik für praktische Politik will man nicht sein. Die Tagung “Ist das Konzept der Integration überholt?” Ende letzter Woche bot dennoch interessante Konfrontationen von Theorie und Praxis. Im Motto der Tagung, das in Anlehnung an Mark Terkessidis (“Interkultur”) formuliert war, schwang die Frage mit, ob Integration zukünftig nicht nur noch Diversitätsmanagement statt Verschmelzung von Gegensätzen bedeute. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass man weder durch die Vergabe eines Passes, wie in Frankreich, noch über den Sozialstaat, wie in Deutschland, tatsächliche Integration herstellen könne.

Einig waren sich alle Tagungsteilnehmer bei der Frage, dass Bildung und Arbeit zentrale Motoren seien; arbeitslose Gastarbeiter seien mit dem Ende des Wirtschaftswunders schnell doppelt stigmatisiert worden. Nur bedingt mehrheitsfähig schien die von Jörg Hüttermann (Bielefeld) eingebrachte sozialpsychologische Lesart, dass auch das veränderte Ausweichverhalten der zweiten Gastarbeiter-Generation auf dem Gehweg desintegrativ gewirkt habe. Andere Diskutanten führten die spätestens seit der iranischen Revolution manifest gewordene Präsenz der Weltreligion Islam ins Feld. Spätestens danach seien Türken als Muslime wahrgenommen worden. Karin Hunn (Freiburg) wies in ihrem Vortrag zu Geschichte der türkischen Gastarbeiter in Deutschland darauf hin, dass türkische und deutsche Regierungsbehörden lange darin einig waren, Integrationsbemühungen durch Gewerkschaften und Arbeiterwohlfahrt zu unterbinden, denn Antikommunismus war im Zweifelsfall wichtiger als Integration.

Neben der eigentlichen Historisierung des Phänomens erweist sich auch die diskursgeschichtliche Aufarbeitung der Integrationsdebatten als aufschlussreich. Hier legte Valentin Rauer (Frankfurt a. M.) mithilfe von Zeitungsquellen anschaulich dar, dass das ganze Besteck semantischer Topoi der Zuwanderungsdebatte schon in den Sechziger und Siebziger Jahren voll ausgebildet war – bis hinein in die begrifflichen Details.

Alles was mit Integrationsverwaltung und Integrationsbürokratie zu tun hat, wirft höchst befremdliche Fragen auf. Allein über einen Verwaltungsakt lässt sich Integration von “Bestandsausländern” jedenfalls nicht verordnen. Zwei Stunden Pflichtsprachkurs pro Woche können kaum darüber hinwegtäuschen, was den allermeisten Migranten wirklich fehlt: Kontakt mit Deutschen.

“Warum statt Sprachschulen nicht mal Deutsche fürs Kommunizieren mit Migranten bezahlen?”, so Mustafa Tazeoglu (Duisburg). Der Praktiker und Mitinhaber der Stadtentwicklungsagentur “Urban Rhizome” plädiert generell für mehr unkonventionelle und individuelle Lösungen. So zum Beispiel auch die Aktion “Tausche Bildung gegen Wohnraum”. Studenten können kostenlos in Duisburg-Marxloh wohnen, wenn sie sich gleichzeitig verpflichten, Nachhilfe bei den Migrantenkindern geben.

Stefan Luft (Bremen) verwies auf die zunehmende Tendenz zur wohnlichen und schulischen Segregation der Gesellschaft: Tatsächlich gebe sich die deutsche Mittel- und Oberschicht gegenüber Migranten ja vor allem deshalb so tolerant, weil sie die Multikulti-Folklore bequem aus der Ferne genießen könne – Ethno-Essen ja, Ethno-Schule, nein danke. Die “Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Bundesgebiet” (gemäß Artikel 72 Grundgesetz, Absatz 2) dürfte künftig jedenfalls mehr denn je durch zivilgesellschaftliche Formen von Integration ersetzt oder zumindest ergänzt werden.

Wolfgang Kaschuba (HU Berlin) zufolge werden “lokale Vergemeinschaftungen” (er sprach von “City Brandings” und “City Narratives”) an integrativer Kraft gewinnen. Als Beispiel kann man die Aktion “Made in Marxloh” nennen, über die die Duisburger Stadtentwicklungsagentur “Urban Rhizome” referierte. Mit gezielter Imagearbeit und der Förderung unternehmerischer Eigeninitiative sei in Marxloh ein beliebter Einzelhandelsstandort entstanden. Mit 55 Brautmodengeschäften und Hochzeits-Rundumbedarf versuche sich das einstige Problemviertel als “Wedding Planner” neu zu erfinden – schon wirbt das “neue Wunder von Marxloh” für sich selbst als “romantischste Straße Europas”. Ob Zwangsverheiratete die Einkaufsstraße genauso bezeichnen würden, blieb dann allerdings offen.

Quelle: Welt Online

18. Juli 2011

Nicht nur Elternzeit vermehrt Unterrichtsausfall

Krankheitsreserve an den Schulen ist zu knapp kalkuliert
Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg hat Ver­ständnis für die Befürchtungen des Landeselternbeiratsvorsitzenden Chris­tian Bucksch wegen der unsicheren Versorgung der Schulen mit Lehrer­stunden, sieht das Problem jedoch weniger in der eher kalkulierbaren El­ternzeit von männlichen Lehrkräften begründet als vielmehr in der unge­nügenden Lehrerreserve bei plötzlich auftretenden Krankheitsfällen.

Der VBE bemängelt, dass die Versorgung an den Schulen weiterhin nicht dem entspricht, was eigentlich zur Steigerung eines qualifizierten Bildungs- und Er­ziehungsauftrages und für einen modernen Unterricht erforderlich wäre. Noch immer werden nötige Stütz- und Förderkurse erst dann erteilt, wenn genügend Lehrerstunden aus dem Ergänzungsbereich „übrig“ sind, noch immer fehlen Lehrer für pädagogisch sinnvolle Teilungsstunden bei zu vollen Klassen.

Weil den Schulen nicht genügend feste Vertretungslehrer („Springer“) zur Verfügung stehen, müssen bei Erkrankung von Lehrkräften besonders bei der „verlässlichen Grundschule“ Klassen zusammengelegt werden, was zu einer massiven Beeinträchtigung der Unterrichtsqualität führt. „Vor allem, wenn die zusammenzulegenden Klassen größer sind, wird aus Unterricht sehr schnell nur noch Betreuung“, moniert der VBE-Landesvorsitzende, Gerhard Brand. Dann litten zwei Klassen unter der Erkrankung eines Lehrers.

Oft geht die Verlässlichkeit der Grundschule zu Lasten der Haupt- und Werk­realschüler, die nach Hause geschickt werden, damit Hauptschulkollegen als „Feuerwehr“ in der verlässlichen Grundschule eingesetzt werden können. Das dürfe nicht mehr so sein, kritisiert der VBE-Chef, da auch Hauptschüler ein Recht auf einen verlässlichen Unterricht haben.
Dass der Ergänzungsbereich weiterhin ein Mauerblümchendasein fristet, ist ein großes Ärgernis. Zum Ergänzungsbereich gehören neben den Stütz- und För­derstunden die Arbeitsgemeinschaften, die Schülern besonders Freude machen und motivierend für die Arbeit an der Schule sein sollten. Ein Teil kann zwar, solange Geld vorhanden ist, durch Lehrbeauftragte, Jugendbegleiter oder durch Kooperationen mit Vereinen abgedeckt werden; die eigentlichen Bezugsperso­nen der Schüler aber, nämlich die Lehrer, bleiben von diesen pädagogisch wert­vollen Angeboten in der Regel ausgeschlossen, weil keine Stunden mehr dafür zur Verfügung stehen.

Verband Bildung und Erziehung (VBE)  -  Baden-Württemberg
Landesgeschäftsstelle, Heilbronner Straße 41, 70191 Stuttgart, Tel. 0711/2293146
Pressesprecher: Michael Gomolzig – Telefon 07181/82179 dienstlich: 07151/750310
Alle Pressemitteilungen unter: www.vbe-bw.de/wDeutsch/presse/index

 

 

 

16. Juli 2011

FDP NRW: Schulfrieden kann kein Diktat sein

Der Generalsekretär der FDP-NRW, Joachim Stamp, hat sich enttäuscht über den Gesetzentwurf von Rot-Grün zur Einführung der Gemeinschaftsschule gezeigt. “Statt nach einem Schulfrieden zu suchen, bockt Rot-Grün ihre eigene ideologische Maximalforderung auf.” Während die FDP im Sinne der Kinder vernünftige Kompromisse angeboten habe, “wollen SPD und Grüne einen Schulfrieden diktieren”, kritisierte Stamp.

“Jeder weiß, dass eine hochsubventionierte Gemeinschaftsschule andere Schulformen vor Ort langfristig zerstört. Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine CDU ein solches Diktat zu Lasten von Gymnasien und Realschulen mittragen wird“, erklärte der Generalsekretär.

Duisburger Bildungsverein soll der Gülen-Bewegung nahestehen

 Der Rhein-Ruhr-Bildungsverein, der im September eine Privatschule in Duisburg-Meiderich eröffnen wird, soll der Gülen-Bewegung nahestehen. Man kenne und schätze zwar die Lehre von Fethullah Gülen, sei aber eigenständig.

Offiziell will weder der Geschäftsführer des Rhein-Ruhr-Bildungsvereins, Erol Yücel, noch Schul-Geschäftsführer Orhan Yilderim sich als Teil der Gülen-Bewegung bezeichnen. Aber: „Wir kennen und schätzen die Lehren von Fethullah Gülen, wir sind allerdings nicht Teil einer Bewegung, sondern eigenständig“, betont Yilderim, „seine Thesen werden nicht Bestandteil des Unterrichts sein. Wir richten uns nach den geltenden Lehrplänen.“

Allerdings wurde schon die Realschule in Wuppertal, deren Geschäfte Yilderim zuvor geleitet hat, als Schule der Gülen-Bewegung bezeichnet. „Wir wissen, wer hinter den beiden Schulen steht“, sagt auch Jennifer Spitzner, Sprecherin der Bezirksregierung Düsseldorf. Außerdem ist das Bildungszentrum in Kasslerfeld anerkannt als „Pangea Bildungszentrum“.

Diese Einrichtung zählt Friedmann Eißler von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen zum Bildungsnetzwerk von Fethullah Gülen. „Viele sehen Gülen und seine Anhänger als Reformer, die eine traditionelle Frömmigkeit mit einem modernen Islamverständnis verbinden – liberal, unpolitisch und dialogisch. (Zitat: „Baut Schulen, keine Moscheen“) Kritiker sehen in ihnen dagegen verkappte Fundamentalisten, die die Gesellschaft islamistisch unterwandern wollen.“

Eine Einschätzung, die das Bundesamt für Verfassungsschutz nicht teilt: Es ist ein islamisches, keine islamistisches Netzwerk. Die Gülen-Bewegung wird derzeit nicht überwacht, heißt es auf Nachfrage.

Islamisch, nicht islamistisch

Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor betrachtet die Gülen-Bewegung mit gemischten Gefühlen: „Einerseits setzen sie stark auf Bildung. Das ist sehr zu begrüßen. Andererseits weiß man nicht, wo sie sich theologisch verorten.“

Weltweit betreibt das Bildungsnetzwerk um Fethullah Gülen rund 300 Schulen, mindestens 12 davon in Deutschland, unter anderem in Berlin, Köln und Wuppertal. Die Schule in Duisburg ist die erste am Niederrhein. Die Einrichtungen der Gülen-Bewegung genießen in der Regel einen exzellenten Ruf.

In der Türkei hat die Bewegung des in den USA lebenden Predigers zahlreiche Anhänger, insbesondere in der regierenden AK-Partei. Die Bewegung soll planmäßig Polizei und Sicherheitsdienste unterwandert haben, behauptet der türkische Journalist Ahmet Sik in seinem Manuskript „Die Armee des Imam“.

Anfang März wurde Ahmet Sik und sein Kollege Nedem Sener unter fadenscheinigen Gründen inhaftiert. Freunde und Unterstützer stellten das Buch daraufhin zum Download im Internet bereit. Es wurde inzwischen mehr als 100.000-mal heruntergeladen. Auf dem Istanbuler Taksim-Platz veranstalteten Freunde und Unterstützer des Journalisten öffentliche Lesungen des kritischen Buchs.

 

Quelle: Der Westen .de

 

14. Juli 2011

Schulversuch „Abitur an Gymnasien nach 12 oder 13 Jahren“

Erster Erfahrungsaustausch der 13 Modellschulen – Ministerin Löhrmann: „Wertvolle Erkenntnisse für die
weitere Umsetzung“

Vertreterinnen und Vertreter der 13 Gymnasien, die am  Schulversuch „Abitur an Gymnasien nach 12 oder 13 Jahren“ teilnehmen, haben sich heute zum Erfahrungsaustausch im Schulministerium getroffen. Die Beteiligten informierten über die jeweiligen Rahmenbedingungen zu Beginn des Schulversuchs und präsentierten ihre unterschiedlichen pädagogischen Konzepte. „Einen neuen Bildungsgang umzusetzen – denn das ist der neue, neunjährige Bildungsgang zum Abitur nach 13 Jahren – erfordert die Bereitschaft aller Beteiligten, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Diese Aufgeschlossenheit und Tatkraft von Schulleitungen, Kollegien, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern ist bei den Modellschulen deutlich
spürbar“, befand Schulministerin Sylvia Löhrmann und würdigte das große Engagement der Schulen.

Der freiwillige und wissenschaftlich begleitete Schulversuch an den 13 Gymnasien zielt darauf, den Schülerinnen und Schülern mehr Lernzeit durch zusätzliche Ergänzungsstunden und zugleich mehr Zeit für individuelle Förderung zu
ermöglichen. Dabei konnten die Schulen sich entweder für einen Bildungsgang mit dem Abitur nach 13 Jahren (G9) entscheiden oder aber beide Bildungsgänge, also G8 und G9, an ihrer Schule anbieten.

Der heutige erste Erfahrungsaustausch der Modellgymnasien diente auch der Diskussion offener Fragen. „Die ersten Umsetzungsschritte liegen jetzt hinter uns. Es ist wichtig, dass sich die Schulen untereinander austauschen und von den wertvollen Erkenntnissen der anderen für die weitere Umsetzung profitieren können. Wünschenswert ist, dass sie ein Netzwerk gegenseitiger Unterstützung bilden“, riet die Schulministerin. Sie wies im Übrigen darauf hin, dass auch die Gymnasien, die sich für ein Festhalten an der verkürzten Schulzeit entschieden haben, von der rotgrünen Landesregierung weiterhin unterstützt werden. Ein bereits vorgestellter Katalog mit umfangreichen Maßnahmen hilft ihnen, die Umsetzung von G8 Schritt für Schritt zu verbessern.

Der neue G9-Bildungsgang entspricht nicht dem alten Bildungsgang nach 13 Jahren,  vielmehr erhält er die gleiche Anzahl von Wochenstunden wie die Sekundarstufe I an Real-, Gesamt- und Hauptschulen (188 Wochenstunden) und unterscheidet sich auch dadurch vom „alten“ G9-Bildungsgang (179 Wochenstunden).

Weitere Informationen zur Thematik „Abitur nach 12 oder 13 Jahren (G8/G9)“ finden Sie im Bildungsportal des Schulministeriums unter www.schulministerium.nrw.de

 

12. Juli 2011

Können unsere Jugendliche nicht mehr richtig lesen?

In Europa können 20 Prozent der 15-Jährigen und viele Erwachsene nicht richtig lesen. Eine jetzt von der Europäischen Kommission veröffentlichte Studiezeigt auf, was 31 europäische Länder (die EU-Mitgliedstaaten, Island, Liechtenstein, Norwegen und die Türkei) unternehmen, um die Lesekompetenz zu verbessern, und wo noch Nachholbedarf besteht.

Die Studie macht deutlich, dass die meisten Länder zwar Fortschritte bei der Entwicklung von Alphabetisierungsstrategien erzielt haben, dass diese Strategien jedoch häufig nicht ausreichend auf besonders gefährdete Gruppen – etwa Jungen, Kinder aus benachteiligten Familien und Kinder mit Migrationshintergrund – ausgerichtet sind. Bis 2020 soll der der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit schlechter Lesekompetenz von 20 Prozent auf unter 15 Prozent verringert werden – dies haben die Bildungsminister der EU festgelegt. Bislang haben erst Belgien (Flämische Gemeinschaft), Dänemark, Estland, Finnland und Polen diese Zielvorgabe erreicht.

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend erklärte: “Es ist absolut nicht hinnehmbar, dass in Europa nach wie vor so viele junge Menschen nicht gut genug lesen und schreiben können. Dadurch laufen sie stärker Gefahr, sozial ausgegrenzt zu werden, es erschwert ihnen die Stellensuche und führt zu geringerer Lebensqualität. In den letzten zehn Jahren haben wir zwar einige Fortschritte erzielt, diese reichen jedoch nicht aus. Das Lesen ist die Grundlage allen Lernens. Deshalb habe ich eine Alphabetisierungskampagne gestartet, die sich an alle Altersgruppen und insbesondere an Menschen aus benachteiligten Verhältnissen richtet, wie Kinder aus Roma-Familien.”

Fachkräfte für Leseförderung fehlen

Die Studie wurde im Auftrag der Kommission vom Eurydice-Netz durchgeführt und enthält vier Themenschwerpunkte: pädagogische Ansätze, Behebung von Leseschwächen, Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften sowie Förderung des Lesens außerhalb der Schule. Zu jedem dieser Aspekte wurden aktuelle Forschungsarbeiten und die jüngsten Ergebnisse internationaler Erhebungen ausgewertet und politische Strategien, Programme und bewährte Verfahren auf nationaler Ebene eingehend analysiert. Unter anderem zeigt die Studie auf, dass es nur in acht Ländern (Dänemark, Finnland, Island, Irland, Malta, Norwegen, Schweden und Vereinigtes Königreich) an den Schulen Fachkräfte für Leseförderung gibt, die das Lehrpersonal und die Schüler unterstützen.

9. Juli 2011

Einladung zum Landtagstalk der SPD-Landtagsfraktion

„Inklusion“ Eine gesellschaftliche Herausforderung für die Schulen in NRW

am Montag, den 11. Juli 2011 um 18.00 Uhr im Fraktionssaal der SPD –Raum E 3 D 01 –  

des Landtags NRW.

 

Die Weitergabe/ -leitung an Bildungsinteressierte wie z.B. kommunale Schulpolitiker  

ist ausdrücklich gewünscht.

 

Mit einem Inklusionsplan für die NRW-Schulen, wie es der Landtag in seinem Beschluss aus dem Dezember 2010 fordert, wird ein weiterer Schritt zur Umsetzung der UN-Konvention zu einem gerechten und offenen Zugang zur Bildung für alle auch in NRW genommen. Der Beschluss sieht u.a. das Recht auf Inklusion vor wie auch das Wahlrecht der Eltern sowie ausreichende Unterstützungsmaßnahmen für die Schulen. In Kürze wird nun der Weg zu einem inklusiven Schulsystem in NRW vorgestellt. Doch damit ist es noch nicht getan. Erst in der konkreten Umsetzung vor Ort wird sich gemeinsames Lernen in seiner Wirkung entfalten können. Bis Ende 2011 soll nun das Schulgesetz verändert werden, in dem die zeitlichen Abläufe, zur Umsetzung der Ziele konkret benannt werden.

In der Phase, wo wir das Gutachten zum inklusiven Schulsystem erwarten, wollen wir mit dem Ministerium, den Schulträgern, den kommunalen Schulpolitikern und weiteren Interessierten ins Gespräch kommen und diskutieren, was dabei zu beachten ist.

 

Anmeldungen wollen Sie bitte an andrea.arnold@landtag.nrw.de 

Mit freundlichen Grüßen

Renate Hendricks, stellv. Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion

Sören Link, Schulpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion

 

 

8. Juli 2011

Ost-West-Gefälle bei Ganztagsangeboten in Kitas

In Deutschland gibt es zwischen den 16 Bundesländern erhebliche Unterschiede bei den Ganztagsangeboten in Kindertageseinrichtungen: In Thüringen besuchen fast 91 Prozent der Kita-Kinder ab drei Jahren eine Ganztagseinrichtung. In Baden-Württemberg waren es lediglich knapp 14 Prozent.

Während in den ostdeutschen Ländern fast drei Viertel (72 Prozent) der über dreijährigen Kita-Kinder ganztags betreut werden, sind es in den westdeutschen Ländern nur etwas mehr als ein Viertel (27 Prozent). Das geht aus den aktuellen Daten des Ländermonitors Frühkindliche Bildungssysteme 2011 der Bertelsmann Stiftung hervor, die ab sofort im Internet abrufbar sind.

In der Spitzengruppe bei den Ganztagsangeboten für die über Dreijährigen liegen die ostdeutschen Bundesländer Thüringen (90,7 Prozent), Sachsen (81,4 Prozent), Sachsen-Anhalt (61,5 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (60,1 Prozent), Brandenburg (57,1 Prozent) sowie Berlin (59,1 Prozent). In allen westdeutschen Bundesländern sind weniger als 50 Prozent der Kita-Kinder ab drei Jahren in einer Ganztagsbetreuung. Im Mittelfeld liegen dabei Hamburg (42,4 Prozent), Hessen (40,2 Prozent), Nordrhein-Westfalen (36,6 Prozent) sowie Rheinland-Pfalz (35,2 Prozent). Gut ein Viertel der über Dreijährigen nutzt im Saarland (27,3 Prozent), Bayern (25,7 Prozent) sowie Bremen (25,4 Prozent) eine Ganztagsbetreuung. In der Schlussgruppe liegen Schleswig-Holstein (18,4 Prozent), Niedersachsen (16,2 Prozent) sowie Baden-Württemberg (13,6 Prozent).

Mehr Kinder mit Migrationshintergrund in Kitas

Positiv fällt auf, dass in einigen Bundesländern mehr Kinder ab drei Jahren mit Migrationshintergrund eine Ganztagsbetreuung nutzen als Kinder ohne Migrationshintergrund. So besuchen beispielsweise in Nordrhein-Westfalen mehr als 41 Prozent in dieser Altersgruppe mit Migrationshintergrund ganztags eine Kita, aber nur 34 Prozent ohne Migrationshintergrund. Auch in Bayern liegt die Quote von Kindern mit Migrationshintergrund mit über 38 Prozent deutlich über dem Anteil der Kinder ohne Migrationshintergrund (21,5 Prozent). Ähnlich ist die Situation in Schleswig-Holstein: Dort besuchen 16,6 Prozent der Kinder ohne Migrationshintergrund, aber immerhin 27,5 Prozent mit Migrationshintergrund ganztägig eine Kita. Damit kommen diese Bundesländer der Forderung zahlreicher Experten aus Wissenschaft und Politik nach, dass besonders Kinder mit Migrationshintergrund ganztags gefördert werden – die ganztägige Betreuung biete mehr Zeit für frühe Bildung und den Erwerb der deutschen Sprache.

Bundesweiter Rechtsanspruch gefordert

Die erheblichen Unterschiede bei den Ganztagsangeboten in deutschen Kindertageseinrichtungen hängen insbesondere mit den unterschiedlichen Rechtsansprüchen auf Landesebene zusammen: Der zeitliche Betreuungsumfang ist hier nicht einheitlich definiert. “Wir brauchen einen bundesweiten Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz für jedes Kind – und zwar unabhängig von der Erwerbs- oder Ausbildungssituation der Eltern”, fordert deshalb das für Bildung zuständige Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, Dr. Jörg Dräger.

Insgesamt steigt die Nachfrage nach längeren Betreuungszeiten, weil in immer mehr Familien beide Eltern ganztags arbeiten. Gleichzeitig bieten Ganztagsplätze auch mehr Zeit für die frühkindliche Förderung, so dass Bildungsungleichheiten besser abgebaut werden können. Wie viele Ganztagsangebote tatsächlich gebraucht werden, sollte vor Ort entschieden werden. Experten fordern aus bildungs- wie sozialpolitischen Gründen, mindestens die Hälfte der Kitaplätze ganztags anzubieten (12. Kinder- und Jugendbericht). Dieser Zielwert ist bislang in keinem der westdeutschen Bundesländer erreicht.

Grundlage der Auswertungen sind Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder aus der Kinder- und Jugendhilfestatistik des Jahres 2010. Die Berechnungen hat der Forschungsverbund DJI/TU Dortmund durchgeführt. Der Ländermonitor 2011 ermöglicht einen Gesamtüberblick zur frühkindlichen Bildung in Deutschland

“Der Lehrermangel bleibt”

Investieren statt sparen! Der Bildungsökonom Klaus Klemm warnt vor Kürzungen der Ausgaben für die Schulen.

DIE ZEIT: Herr Professor Klemm, Sie schlagen Alarm, weil bald weniger Geld in die Bildung fließt, als die verantwortlichen Politiker versprochen haben. Wie kommen Sie darauf?

Klaus Klemm: Durch ein Papier, das die Kultusministerkonferenz…

DIE ZEIT: …der Zusammenschluss der Bildungsminister aller Bundesländer…

Klemm: …vor ein paar Tagen vorgelegt hat. Daraus geht hervor, dass die Kultusminister die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer in den kommenden Jahren von derzeit knapp 800.000 nach meinen Berechnungen auf nur noch etwa 720.000 senken wollen.

DIE ZEIT: Wo ist das Problem? Schließlich sinkt auch die Zahl der Schülerinnen und Schüler in den kommenden Jahren.

Klaus Klemm
© Privat

Der Experte für den Lehrerarbeitsmarkt war bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2007 Professor für Bildungswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen.

Klemm: Politiker aller Parteien erklären immer wieder, die Bildungsausgaben nicht zu senken, obwohl die Schülerzahl zurückgeht. Mit dieser sogenannten demografischen Rendite sollen die Schulen und Hochschulen besser ausgestattet werden. Davon scheint man sich jetzt zu verabschieden.

DIE ZEIT: Wie sieht Ihre Rechnung aus?

Klemm: Die Kultusminister planen, jährlich 28.000 neue Lehrer einzustellen. Wollte man den Demografiegewinn den Schulen zugutekommen lassen, dann müssten es 36.000 sein. Allein 26.000 neue Lehrer jährlich wären nötig, um den jetzigen Stand zu halten. Die verantwortlichen Politiker planen also, die demografische Rendite nur minimal den Schulen zukommen zu lassen.

DIE ZEIT: Aber Deutschland holt bei den Bildungsausgaben doch gewaltig auf. Pro Schüler werden 11 Prozent mehr ausgegeben als vor zehn Jahren. Erst kürzlich hat das Statistische Bundesamt bekannt gegeben, dass Staat, Wirtschaft und Privatleute 224 Milliarden Euro in Bildung, Forschung und Wissenschaft investiert haben – so viel wie nie! Der Anteil dieser Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt erreichte mit 9,3 Prozent ebenfalls einen Rekordstand.

Klemm: Das ist alles sehr erfreulich. Aber die Zahlen – neuere gibt es noch nicht – betreffen das Jahr 2009. Ein Krisenjahr, in dem die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent gefallen war. Wenn das Bruttoinlandsprodukt sinkt, steigt tendenziell der Anteil der Bildungsausgaben selbst dann, wenn für Bildung nicht mehr ausgegeben wird. Außerdem ist in dem Jahr viel Geld aus dem Konjunkturpaket in Schul- und Hochschulbauten geflossen. Das sind Zusatzausgaben, die nicht auf Dauer in den Haushalten verankert bleiben.

DIE ZEIT: Beim Bildungsgipfel 2008 hat die Bundeskanzlerin das Ziel ausgegeben, bis zum Jahr 2015 den Anteil der Bildungs- und Forschungsausgaben auf 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern. Das hört sich doch gut an.

Klemm: Nur ist es vollkommen unrealistisch, wenn man nicht substanziell mehr Geld in diesen Bereich investiert. Wenn man selbst unter den Idealbedingungen des Jahres 2009 die 10 Prozent nicht erreicht, dann ist für die kommenden Jahre nichts Gutes zu erwarten.

DIE ZEIT: Die Geldversprechen der Politik für die Bildung wirken in sich nicht schlüssig. Auf die demografische Rendite zu bauen bedeutete, keine größeren Kürzungen vorzunehmen. Das 10-Prozent-Ziel bedeutete sogar eine gewaltige Steigerung der Bildungsausgaben. Wie sehen Sie das als erfahrener Bildungsökonom?

Klemm: Das sind ja bislang alles nur unverbindliche Absichtserklärungen. Kein Vertrag, geschweige denn ein Gesetz, bindet die Politiker daran. Wenn es konkret wird, so steht zu befürchten, dann wird es sogar zu substanziellen Kürzungen in der Bildung kommen. Das Papier der Kultusminister und auch Koalitionsvereinbarungen in den Ländern zur Lehrerversorgung zeigen in diese Richtung.

“Die innerdeutsche Mobilität bei Lehrern ist sehr begrenzt”

DIE ZEIT: Muss denn nicht auch der Bildungsbereich seinen Beitrag zum Sparen leisten?

Klemm: Das wäre nicht klug. Deutschland liegt mit seinen Bildungsausgaben noch immer unter dem Durchschnitt der führenden Industriestaaten. Wer im internationalen Wettbewerb bestehen will, der muss in den Nachwuchs investieren.

DIE ZEIT: Der Nachwuchs für den Lehrerberuf scheint zumindest gesichert. Die Kultusminister prognostizieren bis zum Jahr 2020 sogar ein »rechnerisches Lehrkräfteüberangebot«.

Klemm: Das ist nur die halbe Wahrheit. Ein nennenswertes Überangebot gibt es nur für beliebte Fächer am Gymnasium.

DIE ZEIT: Deutschlehrer haben wir also genug?

Klemm: Zum Beispiel. Aber es gibt zu wenig Nachwuchs an Mathematik- und Naturwissenschaftslehrern an Gymnasien. Es gibt zu wenig Lehrernachwuchs für die Förderschulen und insbesondere für die berufsbildenden Schulen. Außerdem gibt es regionale Unterschiede: Die alten Bundesländer werden weniger Probleme haben als die östlichen.

DIE ZEIT: Könnte man nicht junge Lehrer aus dem Westen in den Osten locken und Deutschlehrer zu Mathematiklehrern umschulen?

Klemm: Das wäre wünschenswert, aber es funktioniert erfahrungsgemäß nicht. Die innerdeutsche Mobilität ist leider sehr begrenzt, und Sie werden kaum einen Deutschlehrer finden, der in die Naturwissenschaften oder die Mathematik wechselt.

DIE ZEIT: Also steuern wir sehenden Auges in einen Lehrermangel in den wichtigen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern?

Klemm: Wenn nichts getan wird, ja.

DIE ZEIT: Was könnte man tun?

Mehr zum Thema
Schlagworte

Klemm: Wir haben in der Mathematik und den Naturwissenschaften eine große Reserve: die Studienabbrecher. Gerade in mathematisch-naturwissenschaftlich geprägten Studiengängen liegt die Abbrecherquote besonders hoch. Das ist verantwortungslos. Hier haben wir Studenten, die sich bewusst für diese Fächer entschieden haben. Dass sie in so großer Zahl scheitern, lässt sich nicht allein mit der Schwere der Fächer erklären, da sind auch die Hochschulen und die Qualität ihrer Lehre gefordert. Mit entsprechender Förderung ließe sich die Abbrecherquote sicher senken. Das wäre ein zielgerichteter Schritt, der den Mangel an Mathematik- und Naturwissenschaftslehrern verringern könnte und auch den Nachwuchsmangel bei den Naturwissenschaftlern und Ingenieuren in der Wirtschaft.

DIE ZEIT: Welchen Rat würden Sie Abiturienten geben, die mit dem Beruf des Lehrers liebäugeln?

Klemm: Sie sollen auf Lehramt studieren. Es ist langfristig mit einem Mangel an Sonderpädagogen, an Berufsschullehrern und an Mathematik- und Naturwissenschaftslehrern zu rechnen.

DIE ZEIT: Und wer Deutschlehrer werden will?

Klemm: Die, für die der Beruf des Lehrers der Wunschberuf ist, sollten sich nicht entmutigen lassen. In begrenzter Zahl werden auch Deutschlehrer gesucht. Auch außerhalb der Schule finden sich Beschäftigungsmöglichkeiten. Aber wer diesen Weg wählt, sollte sich bewusst machen, dass er vielleicht nicht in seinem Wunschberuf landet.

Quelle: Die Zeit Online

 

Powered by Gb-rugs.com - Rugs & Carpets