19. Mai 2011
Die acht Duisburger Schulen, die am EU-Schulobstprogramm teilnehmen, dürfen dies auch weiterhin tun.
Das Schulministerium gibt nun grünes Licht für ein weiteres Jahr, in dem die Schulen den Kindern kostenloses Obst und Gemüse anbieten können.
Alle Schulen, die im ersten Jahr dabei waren, dürfen auch weiterhin dabei bleiben, sagte NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel. In Duisburg waren das sieben Duisburger Grundschulen und die städtische Schule für Lernbehinderte auf der Kopernikusstraße in Obermarxloh. Insgesamt nahmen bundesweit 450 Schulen für ein Jahr an dem Projekt teil. Weil das EU-Schulobstprogramm bei den Kindern und Schulen gut ankommt, wurden jetzt die Haushaltsmittel dafür noch erhöht. Das heißt, dass im nächsten Jahr weitere 100 Schulen für das Projekt ausgesucht werden.
Die Grund- und Förderschulen können sich bis zum 15. Juli online für das Programm bewerben. Die Bewerbungsadresse lautet: Schulobst in NRW.
17. Mai 2011

Dem Landtag liegt der Entwurf der hessischen Landesregierung für ein neues Schulgesetz zur Beratung vor. Wenn das Gesetz, wie beabsichtigt, in den nächsten Wochen beschlossen wird, hätte das weitreichende negative Konsequenzen
für Hessens Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer:
• Zentrale Prüfungen werden ausgebaut, der bereits heute immense Leistungs- und
Prüfungsdruck wird weiter verschärft.
• Der Irrweg mit G8 wird weiter beschritten.
• Die frühe Auslese nach der Klasse 4 wird nicht überwunden, sondern durch die neue “Mittelstufenschule” noch zementiert.
• Das Recht auf gemeinsame Beschulung von Menschen mit und ohne Behinderungen (Inklusion) wird ausgehöhlt. Bisher erreichte Qualitätsstandards sollen abgebaut werden.
• Die Landesregierung setzt auf eine Ausweitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse bis hin zu Leiharbeit an Schulen. Gute pädagogische Arbeit braucht aber ausgebi ldete Lehrkräfte und Beständigkeit.
• Schulen werden zu Betrieben umgebaut, die sich dann “Selbstständige Schulen” nennen. In Wirklichkeit aber geht es um weitere Haushaltskürzungen, die die Schulen dann “selbstständig” umsetzen sollen. Das Gerede von der “Selbstständigkeit” dient vor allem dazu, dass sich die Politik aus der Verantwortung stehlen kann. Allein im Jahr 2011 wurden im Schuletat 45 Millionen gekürzt. 2012 sollen es weitere 68,3 Millionen werden. Ein Ende ist nicht in Sicht!
• Berufsschulen sollen selbstständige Anstalten des öffentlichen Rechts und damit allmäh lich aus dem staatlichen Schulsystem herausgelöst werden. Mittelfristig zielt auch diese Maßnahme auf weitere Privatisierung.
• Demokratie in Schulen wird abgebaut: Es erfolgt kein Ausbau der Beteiligungsrechte von Schülerinnen und Schülern sowie Eltern. Zudem werden im Entwurf einer neuen Dienstordnung sowohl die Rechte der Beschäftigten als auch die pädagogische Freiheit nicht mehr erwähnt. Schu lleiterinnen und Schulleitern soll sogar verboten werden, sich
öffentlich zu Bildungsbelangen zu äußern. Gleichzeitig werden sie beauftragt, sich ihren Führungsnachwuchs” nach eigenem Gutdünken zu rekrutieren.
• Das neue Schulgesetz sieht eine allgemeine Ermächtigung des Kultusministeriums vor, Dinge des Schulwesens in Zukunft ohne Beteiligung des Parlamentes zu regeln . Auch hier also Demokratieabbau!
Nein zu einer Politik, die sich aus der Verantwortung stiehlt!
Für eine gute finanzielle Ausstattung der Schulen und das Recht auf gute Bildung für alle Kinder und Jugendlichen!
Statt dieser “Selbstständigen” fordern wie die Demokratische Schule:
• Staatliche Bildungsverantwortung statt Kundenorientierung
• Organisierte Kooperation statt deregulierte Konkurrenz
• Demokratische statt betriebsförmige Organisation
• Berufsethos statt Unterrichtsbeschäftigtentum
• Kollegiale Schulleitung statt Schul manager
• Pädagogische Freiheit statt Outputsteuerung
• Verlässliche Ressourcen statt Mangelverwaltung
• Schulämter als schulnahe Service- und Unterstützungssysteme
Weitere Informationen unter GEW Hessen.


Die Abgeordneten Gunhild Böth und Bärbel Beuermann der Partei ” DIE LINKE” haben im Landtag NRW eine “Kleine Anfrage” ein gebracht. Sie möchten gerne Wissen, wie im Rahmen des Schulversuchs längeres gemeinsames Lernen die Kooperationen von verschiedenen Schulformen gefördert und untersucht werden. Zielpunkt sind u.a. auch die Kooperation zwischen der Primar- und der Sekundarstufe I.
Anlaß dazu war der Vorstoß der Gemeinde Aldenhoven, nicht nur eine Kooperation zwischen den beiden Stufen einzugehen, sondern die beiden Stufen in einer gemeinsamen „Schule“ anzubieten, was den Wünschen der Schülerinnen und Schüler und Eltern entsprechen würde.
Aus diesem Grund stellte Sie nachstehende Fragen wan die Landesregierung NRW:
1. In welchem Maße kann die Gemeinschaftsschule, ein längeres gemeinsames Lernen in der Klasse 1 bis 10 rechtlich ermöglichen?
2. Welche konkreten rechtlichen Möglichkeiten bestehen das Aldenhovener Modell im Rahmen des Schulversuchs Gemeinschaftsschule auszugestalten?
3. Welche Unterschiede erwartet die Landesregierung zwischen einem Modell der Gemeinschaftsschule mit den Klassen 5-10 und einem Modell mit den Klassen 1-10?
4. Wann ist ein Gesetzgebungsverfahren für die Gemeinschaftsschule vorgesehen?
5. Werden im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens beide Möglichkeiten (Klassen 5-10 und Klassen 1-10) vorgesehen?
Wie sehen Sie liebe Eltern, dieses Aldenhovener Modell. Schreiben Sie im Blog Ihre Meinung !
11. Mai 2011
Die Ganztagshauptschule Hakemickeschule aus Olpe ist heute in Berlin von Bundespräsident Christian Wulff mit dem bundesweit ersten Platz im Wettbewerb „Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen“ ausgezeichnet worden. NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann gratulierte herzlich: „Ich freue mich sehr für die Schule und alle Beteiligten, die zu diesem Erfolg beigetragen haben. An der Hakemickeschule wird großartige
Arbeit geleistet. Individuelle Förderung, soziales Lernen und eine frühzeitige Berufswahlorientierung stehen hier besonders im Fokus. Ich finde es wunderbar, dass dieses ganzheitliche Konzept auch die Jury überzeugt hat.“ Der Wettbewerb „Starke Schule“ wird von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutsche Bank Stiftung ausgeschrieben. Im Mittelpunkt der Jury-Bewertung standen das Schulkonzept, die Vermittlung fachlicher und sozialer Kompetenzen sowie die erfolgreiche Förderung von Berufsorientierung und Ausbildungsfähigkeit.
Am 2. und 3. Mai 2011 fand in Soest die 4. Jahrestagung des Netzwerks „Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte“ statt. Das Netzwerk entstand im Juni 2006 auf der Initiative weniger LehrerInnen mit Migrationshintergrund in Zusammenarbeit mit der damaligen Schulministerin Frau Sommer. Ziel des Netzwerks ist einerseits die Vernetzung von Lehrkräften mit Migrationshintergrund, andererseits die gezielte Anwerbung von MigrantInnen als LehrerInnen an Schulen.
19% der Bevölkerung in Deutschland hat einen Migrationshintergrund, an einigen Schulen (vornehmlich
Haupt- und Förderschulen) beträgt der Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund 50%. In NRW gibt es aber
geschätzt erst 1,6% Lehrkräfte mit Migrationshintergrund im regulären Schuldienst (also ausgenommen die
Lehrkräfte des Herkunftsprache-Unterrichts.)
Handlungsfelder des Netzwerks
– Potentiale gewinnen
– Ausbildung begleiten
– Personalentwicklung gestalten
Dafür werden unterschiedliche Projekte verfolgt, die von Patenschaftsprogrammen am Übergang Schule-
Hochschule zum Schülercampus in Zusammenarbeit mit der Zeit-Stiftung/Burcerius, über Sport- und
Musikprojekte. Auch Studierendennetzwerke sind im Aufbau, auch teils mit zukünftiger Unterstützung des
Ministeriums (haushaltsabhängig).
Kurze Statistik
Im Netzwerk sind zur Zeit fast 500 Mitglieder (2/3 Frauen, 1/3 Männer). Um Mitglied zu sein, muss man einen
Migrationshintergrund haben. Interessierte ohne Migrationshintergrund können sich allerdings auch auf der EMail-Liste setzen lassen, um den Newsletter zu erhalten.
Auszug aus der Herkunftsstatistik:
- 146 Mitglieder mit türkischem Migrationshintergrund
- 102 aus Russland
- 32 aus Polen
- 2 aus Frankreich…
14% der Mitglieder unterrichten am Gymnasium, 24% am Berufskolleg, 14% an der Hauptschule, 20% an der
Gesamtschule. Münster ist bisher die Bezirksregierung mit den wenigsten Mitgliedern (12), was sicher an der mangelnden Bekanntheit des Netzwerks jenseits der aktiven Mitglieder in Köln, Düsseldorf.
Programm der Tagung
Fachlicher Input
Frau Nurten Karakaş aus dem Projekt der FU Berlin unter Leitung von Frau Prof. Georgi, hat einen fachlichen
Input zu „Lehrende mit Migrationshintergrund in Deutschland: Eine emprirische Untersuchung zu
Bildungsbiographien, professionellem Selbstverständnis und schulischer Integration.“ gehalten.
Frau Karakaş erläuterte die Studie, die 2010 in Zusammenarbeit mit der Böll Stiftung und der Hertie-Stiftung
durchgeführt wurde. Zusätzlich zu Fragebogen wurden auch 80 biographische Interviews, in denen LehrerInnen mit Migrationshintergrund ihre subjektive Sicht darstellen konnten. Die Mehrheit der LehrerInnen mit Migrationshintergrund erzählte von Diskriminierungserfahrungen in ihrer Biographie. Die meisten
Diskriminierungserfahrungen wurden im Referendariat gemacht, sowie in der eigenen Schulzeit und im
beruflichen Kollegium. Im Studium spielt Diskriminierung keine Rolle.
Die Studie konnte verschiedene Typen von Lehrkräften mit Migrationshintergrund herausstellen: diejenigen, die sich mit den SchülerInnen mit Migrationshintergrund (auch jenseits ihrer eigenen ethnischen Herkunft) stark identifizieren und diejenigen, für die es kaum eine Rolle spielt. Allerdings hat die Mehrheit der Teilnehmenden den Eindruck, besonders viel Vertrauen von SchülerInnen mit Migrationshintergrund zu erhalten.
Um diese subjektive Wahrnehmung zu überprüfen, sollen auch Studien in der Kontrollgruppe „LehrerInnen
ohne Migrationshintergrund“ durchgeführt werden, sowie SchülerInnen (mit oder ohne Migrationshintergrund)
befragt werden.
Generell konnte festgestellt werden, dass LehrerInnen mit Migrationshintergrund einen besonderen Balanceakt
zwischen Identität und Professionalität durchführen. Sie verstehen sich nicht nur als vollwertige Mitglieder in
Kollegien, sondern auch als MittlerInnen und Sprachrohr einer großen Minderheit an deutschen Schulen.
Workshops
Schule – Migration – Diskriminierung
Ursachen der Benachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Schulsystem Karim Fereidooni stellte seine Examensarbeit zu oben genanntem Thema vor. Institutionelle Diskriminierung gilt schon längst als größte Ursache der Diskriminierung in der Schule (Gomolla / Radtke), das Prinzip wurde vorgestellt. Bei Interesse empfehle ich nicht nur die Präsentation von Herrn Fereidooni, sondern auch das Buch „Institutionelle Diskriminierung“ (Mechthild Gomolla / Franz-Olaf Radtke) , das die unterschiedlichen Mechanismen darstellt.
Projekte von Lehrkräften mit Zuwanderungsgeschichte
Diversity-Management an Schulen – Konzeptionelle und programmatische Ideen
In diesem Workshop stellte Frau Dr. Zeoli die unterschiedlichen Aspekte von Diversity Management und wie
dieses Prinzip den Weg von Unternehmen zum öffentlichen Dienst macht. Auch mit zukünftigen
Integrationsbeauftragten könnte man davon ausgehen, dass die gleichstellungspolitischen Bestrebungen in den Schulen erhöht werden. Diversity-Management versteht sich als Kenntnis der Ressourcen, die in einem
Betrieb / unter den MitarbeiterInnen zu finden sind, damit die meisten Potentiale bekannt sind. Frau Dr. Zeoli wies nicht nur auf die heutige Rechtslage hin, sondern auf den langen Weg der Anti- Diskriminierungspolitik, die ihren bisherigen Höhepunkt im AGG hat.
Diversity Management an Schulen
Weitere Programmpunkte
Rechenschaftsberichte wurden abgelegt und Pläne für das Jahr 2011 wurden vorgestellt. Das Intercup (Sport/Fussballveranstaltung) soll wiederholt werden, die Veranstaltung erfreut sich eines großen
Erfolgs.
Das Schülercampus, an dem AbiturientInnen mit Migrationshintergrund nach einer Bewerbung teilnehmen
können, die ein Lehramtsstudium anstreben, wurde auch gelobt. Es wurde allerdings angemahnt, mehr
SchülerInnen zu einer Bewerbung zu animieren, um einen größeren Auswahlprozess zu garantieren. Dies sei
unter anderem durch die Förderpartner gefordert.
Auch Herr Edwin Stiller, Referatsleiter im Ministerium, zuständig für die Lehramtsausbildung und bei dem das
Projekt angesiedelt ist, gab einige Inputs und Nachrichten aus dem Ministerium. Frau Zülfiye Kaykin, Staatssekretärin im Ministerium für Integration stellte sich auch für eine Diskussion am Montag Abend zur Verfügung hin. Das Projekt hat nämlich durch seine besondere thematische Auslegung seine Ansiedlung beim Bildungsministerium, kann aber nur in Kooperation mit dem integrationspolitischen Diskurs funktionieren.
9. Mai 2011
Zur Zeit sieht es so aus, dass nur 13 der geplanten 17 Gemeinschaftsschulen zustande kommen. Der WDR setzt sich mit den Efolgs- und Misserfolgsbeedingungen der Gemeinschaftsschule auseinander.
Die Sendung läuft am Montag, 16. Mai ab 10:05 auf WDR 5
6. Mai 2011
Löhrmann: „Wir führen den islamischen Religionsunterricht Schritt für Schritt ein“
Düsseldorf, 6. Mai 2011. Schulministerin Sylvia Löhrmann und Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles haben heute an der Universität Münster eine Tagung zur Zukunft des Islamischen Religionsunterrichts in Nordrhein-Westfalen eröffnet. Ministerin Löhrmann stellte dabei die Grundzüge und das weitere Vorgehen zur Einführung des Faches vor.
„Wir gehen pragmatisch vor und werden den Islamischen Religionsunterricht Schritt für Schritt einführen. Das Angebot wird sich am Bedarf orientieren und nach und nach aufgebaut“, erklärte Schulministerin Sylvia Löhrmann. „Wir wollen einen modernen, schülerorientierten Islamischen Religionsunterricht.“ Prof. Dr. Ursula Nelles, Rektorin der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) betonte: „Es ist notwendig, daran zu arbeiten, dass sich so etwas wie ein europäisches Verständnis des Islam entwickelt. Dafür bietet die Universität Münster mit ihren starken theologischen Fachbereichen, dem Exzellenzcluster ,Religion und Politik` und dem ,Centrum für Religiöse Studien’ eine herausragende Ausgangsbasis.
Zudem bildet die Universität Münster bereits seit 2004 muslimische Religionslehrer aus: Wir haben somit einen großen Erfahrungsschatz und ein passendes Umfeld, um die Studierenden optimal auszubilden.” Mit der geplanten Einführung des Faches kann ab dem Schuljahr 2012/13 zunächst an den rund 130 Schulen begonnen werden, an denen bereits das Fach Islamkunde angeboten wird. Hier unterrichten etwa 80 Islamkundelehrkräfte. Darüber hinaus
werden ca. 60 weitere Lehrerinnen und Lehrer in Nordrhein-Westfalen im Sommer 2011 einen Zertifikatskurs Islamkunde abschließen. Darauf aufbauend kann der Islamische Religionsunterricht schrittweise landesweit ausgeweitet werden.
„Wir werden nicht sofort hunderte oder gar tausende Lehrerstellen benötigen. Denn wir können heute noch gar nicht exakt sagen, wie viele der über 320.000 muslimischen Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen tatsächlich am Islamischen Religionsunterricht teilnehmen wollen. Die Eltern werden gegenüber der Schule erklären, ob ihr Kind am Unterricht teilnimmt“, betonte die Schulministerin. Die Landesregierung und die Universität Münster streben gemeinsam an, islamische Religionslehrerinnen und Religionslehrer auszubilden, die dann ihren Dienst an den
Schulen in Nordrhein-Westfalen aufnehmen. Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Professor für islamische Religionspädagogik an der WWU hob auf der Tagung in Münster hervor: „Das im Februar 2011 erzielte Einvernehmen über die Einführung des bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterrichts in NRW stellt einen Meilenstein in dieser Frage dar. Die Universität Münster freut sich sehr, dass wir mit der Aufgabe betreut sind, Lehrkräfte für diesen Unterricht aus- und weiterzubilden.
Dazu bietet die WWU die besten strukturellen Voraussetzungen. Unsere Erfahrungen wird allen zugute kommen. Die islamische Religionspädagogik kann zudem von den Erfahrungen der katholischen und der evangelischen Fakultät profitieren, die europaweit hoch anerkannt sind.“ Am 22. Februar dieses Jahres hatten der Koordinationsrat der Muslime (KRM) und die nordrhein-westfälische Schulministerin eine Gemeinsame Erklärung zur Einführung eines Islamischen Religionsunterrichts unterzeichnet. „Seit Mitte der achtziger Jahre gibt es Bemühungen, einen bekenntnisorientierten Islamunterricht einzuführen. Mit der Unterzeichnung der Gemeinsamen Erklärung haben wir nach jahrelangen Gesprächen einen Durchbruch erzielt“, erklärte Schulministerin Löhrmann.
Die Erklärung sieht u. a. vor, dass dem Land Nordrhein-Westfalen ein Beirat als Ansprechpartner für die Einführung des Islamischen Religionsunterrichts zur Seite steht. Er vertritt die religiösen Grundsätze der Muslime gegenüber dem Land. Zu seinen Aufgaben gehören u. a. die Mitwirkung bei der Lehrplanentwicklung und die Bestätigung der Lehrkräfte für den Islamischen Religionsunterricht. Die Mitglieder des Beirats werden vom Schulministerium im Einvernehmen mit dem Koordinationsrat benannt. Alle Mitglieder sind muslimischen Glaubens.
Zur Einführung des Islamischen Religionsunterrichts und zur rechtlichen Absicherung des Beiratsmodells ist zunächst eine Änderung des Schulgesetzes notwendig. Ministerin Löhrmann: „Es wäre ein wichtiges Signal an die Muslime, wenn der Gesetzentwurf aus der Mitte des Parlaments käme. Damit wird die Einführung des Faches von einer breiten Mehrheit der Gesellschaft getragen.“ Sobald der Gesetzentwurf vorliegt, wird das Schulministerium eine
Lehrplankommission einberufen. Für die Mitarbeit in dieser Kommission werden qualifizierte Religionsdidaktikerinnen und -didaktiker, Lehrkräfte sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingesetzt. Die Kommission wird vom Schulministerium geleitet. Nach Fertigstellung des Lehrplans wird die bei Lehrplanverfahren übliche Verbändebeteiligung durchgeführt. Die Rede von Schulministerin Sylvia Löhrmann findet Sie unter:
www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Reden_MinisterinLoehrmann/index.html
3. Mai 2011
Liebe Eltern, Schulfreunde
Das NRW-Bündnis ” Eine Schule für alle” findet am 06.05.2011 von 16:30 – 20:00 Uhr im DGB-Haus in Düsseldorf statt. Anreis ist ab 16:00 Uhr
Friedrich – Ebert – Str. 34-36
Tel.: 0211 – 36 83-0
Fax: 0211 – 36 83-159
Tagesordnung
1. Aktuelle Informationen / Berichte
- Unsere nächsten Aktivitäten
- Neue Broschüre/ Flyer
- Verschiedenes
- Sponsorensuche
- Termine
Wie immer sind alle Interessierte herzlichst eingeladen.
Dorsten. Das diesjährige Treffen der Föderation der türkischen Elternvereine NRW fand am Samstag in Dorsten statt. Kadir Daglar, Vorsitzender des Verbandes und somit Gastgeber, freute sich, dass fast alle 50 Vereine ihre Vertreter in seine Heimatstadt entsendet hatten und so über hundert Teilnehmer die Aula des Petrinums füllten.
„Bildung – Eltern fördern, stärken, aktivieren und vernetzen“, die Bedeutung des Themas auf kommunaler und Landesebene wurde durch die Präsenz der Redner vielfach unterstrichen. Christel Briefs, stellvertretende Bürgermeisterin von Dorsten, Zülfiye Kaykin, Staatssekretärin für Integration am NRW-Sozialministerium und Nafi Cemal Tosyali, Generalkonsul am türkischen Konsulat in Münster waren sich in ihren Begrüßungsreden einig, dass türkisch stämmige Eltern gestärkt und gefördert werden müssen, damit ihren Kindern die schulische und berufliche Integration – und damit auch die persönliche – gelingt.
Kadir Daglar ging sogar noch weiter, „Bildung ist unser Rohstoff im 21. Jahrhundert“, und somit ein gesamtgesellschaftliches Thema.
Die Wurzel der Bildung ist die Sprache, und zu diesem Thema hatte der Verband eine Expertin der Materie als Referentin eingeladen. Frau Prof. Dr. Havva Engin, Sprach- und Erziehungswissenschaftlerin an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, erläuterte anhand von diversen Studien anerkannter Universitäten, wie Zweisprachigkeit ab dem frühen Kindesalter ein enormes Potenzial für die Bildung darstellen kann.
Es gehe darum, erst einmal Ängste der Eltern abzubauen, ihre Kinder würden in eine „Halbsprachigkeit“ absinken und weder die eine noch die andere Sprache korrekt erlernen. „Das Gehirn hat Platz für viele Sprachen gleichzeitig“, erklärte sie die neuro-biologischen Ebenen in einfachen Worten. Es gehe nur darum, dies konsequent zu fördern. Geschieht eine solche Förderung, haben die Kinder später einen längst bewiesenen Vorteil im Ausbau ihrer schulischen Fähigkeiten.
Ein Grundstein zum Spracherwerb ist eine gute Vorlesekultur im Vorschulalter. In der Mutter- sowie der Zweitsprache. Interessant hierbei, dass häufiges Vorlesen weniger mit der ethnischen Herkunft als mit dem sozioökonomischen Status der Familien zu tun hat.
Kamuran Sezer vom Institut Futureorg fasst zusammen: „Die kognitiven Transferleistungen steigen proportional zum Bildungsstatus“. Dies gelte für türkische wie für deutsche Eltern. Die Erkenntnis, dass es sich „um ein soziales Problem“ handele, ist laut Sezer „erfreulich“. Es bedeute gleichsam, dass es sich auch „um ein lösbares Problem“ handele.
Unstrittig, dass die Familien dafür Unterstützung benötigen. Viele explizite Fragen aus dem Publikum unterstrichen, dass konkrete Projekte weiter ausgebaut werden müssen. Die Koordination einer intensiven Elternbildung mit Deutschkursen ebenso wie der Aufbau zwei- und mehrsprachiger Bibliotheken sind dabei wichtige Elemente. Dialog in der Familie und Kommunikation müssen gefördert, Sprachdefizite behoben werden. Die „Elternakademie“ der Föderation türkischer Elternvereine NRW ist somit eine zentrale Institution in diesem Zusammenhang, bietet sie doch genau diese Programme an.
Wie sympathisch und emotional „gelebte“ Zweisprachigkeit sein kann, bewies der vergangene Samstag allemal. 95% der Anwesenden waren türkischer Herkunft, trotzdem war der Vormittag in allen Reden von der deutschen Sprache geprägt.
Der aufschlussreiche Vortrag von Prof. Dr. Havva Engin in türkischer Sprache war unterlegt mit deutschsprachigen Diaprojektionen und Zusammenfassungen. Redner und anwesende Eltern bewegten sich auf natürliche Art und Weise auf beiden Ebenen. Hilfreiche nette Übersetzer standen ebenfalls bereit, für diejenigen, die kein Türkisch verstanden.
Quelle: der Westen.de/dorsten
2. Mai 2011
Die LandesschülerInnenvertretung (LSV) in NRW sucht für das Schuljahr
2011/12 eine Landesverbindungslehrerin. Die Tätigkeit ist mit einer
Stundenentlastung verbunden, eine Festanstellung als Lehrerin im Land
NRW ist Voraussetzung.
Die Position wird durch eine Wahl auf der 102. LDK vom 27.-29. Mai
2011 in Wuppertal für das Schuljahr 2011/2012 besetzt.
Interessentinnen und Interessenten wenden Sie sich bitte entweder an
das Landessekretariat (0211-330703) oder an einen der beiden
derzeitigen Landesverbindungslehrer: Franz Michael Baumann
(fm.baumann@uni-muenster.de) Uwe Koopmann (uwekoopmann@gmx.de).
Ausschreibung der LSV:
http://www.gew-nrw.de/uploads/tx_files/LSV_Stelle_2011.pdf