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Blog der Stadtschulpflegschaft Duisburg - Die Elternvertretung in der Stadt Duisburg

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8. April 2011

Inklusion muss in den Köpfen beginnen

Am 06.04. diskutierte ein hochkarätiges Podium die Frage, wie Inklusion in Solingen umgesetzt werden könne. Wolfgang Sinkwitz betonte als Vorsitzender der Stadtschulpflegschaft in seiner Begrüßungsrede, dass Inklusion nicht als neuer Name für Integration missbraucht werden dürfe.

Inklusion heiße, die Vielfalt der Kinder mit ihren unterschiedlichsten Begabungen zu sehen und zu fördern. Kein Kind dürfe verloren gehen. Inklusion müsse in den Köpfen beginnen. Das Thema der Veranstaltung traf den Zeitgeist.

150 interessierte Lehrer, Verbandsvertreter und Eltern diskutierten im sehr gut besetzten PZ Vogelsang die Wege, die notwendig seien, um die seit 2009 verbindliche Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung umzusetzen. Inklusion muss gewollt sein, so der einhellige Tenor des Podiums. Schulministerin Sylvia Löhrmann betonte, wie wichtig es sei, dass endlich eine weiterführende Schule mit der Umsetzung beginne. Sie würde jegliche Unterstützung bekommen.

Ebenfalls diskutierten auf dem Podium Cramen Thieler vom Regionalen Bildungsbüro, Michael Kotthaus vom Verein Gemeinsam Leben lernen, Josef Neumann als Landtagsabgeordneter, Markus Preuss als Vorsitzender des Ausschuss für Schule und Weiterbildung sowie der Geschäftsführer des VdK Thomas Zander und Eckehard Vogt als Vorsitzender der Lehrergewerkschaft GEW. Armin Himmelrath führte als Moderator und Bildungsjournalist mit seinen Fragen durch den spannenden Abend.

Die vielen Wortmeldungen aus dem Publikum machten es notwendig, die Rednerliste zu begrenzen. „Eine wirklich gelungene Veranstaltung“, so Wolfgang Sinkwitz. „Die Diskussion auf dem Podium und die Beiträge aus dem Publikum haben gezeigt, dass Inklusion mehr bedeutet, als behinderte und nichtbehinderte Schülerinnen und Schüler gemeinsam zu unterrichten. Die gesellschaftliche Diskussion muss geführt werden, in welcher wir die bestehenden Ängste und Befürchtungen von Eltern, Lehrerinnen und Lehrern ernst nehmen und diese versuchen, abzubauen. Andere Länder zeigen uns, dass dies möglich ist und zu positiven Veränderungen führt.“

 

Quelle Solinger Bote

7. April 2011

Joomla Unterstützung gesucht

Liebe Eltern,

die Stadtschulpflegschaft hat nach einem Relaunch Probleme an Ihrer Homepage die mit dem CMS System Joomla aufgebaut wurde. Wir benutzen die Joomla! 1.5.22 Stable Version. Wir würden uns freuen, wenn sich jemand finden würde um unser System wieder auf die Bahn zu bringen. Es geht nicht um die ständige Systempflege. Da wir gemeinnützig sind könnten wir bei Fimen die uns unterstützen auch eine Spendenquittung ausstellen.

Da wir ausschließlich von Spenden leben und keinerlei finanzielle Unterstützung bekommen, können wir dies nicht in einem Auftrag vergeben.

Wir freuen uns auf eine Mail zur ersten Kontaktaufnahme  stadtschulpflegschaft (at) arcor.de

 

 

5. April 2011

Deutschunterricht mit Facebook

Literarisches Lernen – das Lernen von, in und mit Literatur – ist im Gegensatz zur Lesekompetenz noch nicht umfassend erforscht. Ihre aktuellen Forschungsprojekte und -ergebnisse dazu stellen Nachwuchswissenschaftler jetzt in einem Sammelband vor, der auf einer Tagung an der Ruhr-Universität im Jahr 2010 basiert. Die jungen Forscher plädieren für eine Neuorientierung der Deutschdidaktik, die sämtliche Lebensbereiche der Schülerinnen und Schüler einbezieht und insbesondere die Möglichkeiten neuer Medien wie Computerspiele, Soziale Netzwerke und Wikipedia nutzt.

Die Forscher setzen auf eine identitätsorientierte Didaktik, die alle Lebensbereiche des Individuums Schüler in den Unterrichtskontext einbezieht und die gewandelte mediale und soziale Umwelt berücksichtigt.

Alte didaktische Konzepte

“Das WWW gibt es erst seit 1993, die meisten didaktischen Konzepte sind deutlich älter”, gibt Mitherausgeber Jan Boelmann (Germanistisches Institut der RUB) ein Beispiel für diese Veränderungen. Hinzu kommen unterschiedliche persönliche Hintergründe, die den Umgang mit Literatur und Lesen beeinflussen: So gibt es eine höhere Anzahl an Scheidungskindern, an Kindern, die zu Hause keine lesenden Vorbilder haben und mehr Schüler mit unterschiedlichen Migrationshintergründen.

Outdoordidaktik und Lesestrategien

Moderne Konzepte der Leseförderungen sehen unter anderem eine Outdoordidaktik vor, bei der Schüler Literatur in ihrem Entstehungskontext erleben und sich so Zugänge und Deutungsdimensionen eröffnen. Auch das Lernen mit Alltagsmedien gehört dazu. So lernen Schüler klassische Formate wie Inhaltsangabe oder Personencharakterisierung anhand von Medien wie Computerspielen. Zusätzlich müssen aber auch Lesestrategien vermittelt werden.

In elf Beiträgen stellen die Nachwuchswissenschaftler ihre Projekte in ganz unterschiedlichen Phasen des Forschungsprozesses vor. Der Stand der konzeptionellen Überlegungen ist ebenso vertreten wie der Bericht über erste Ergebnisse oder die fast abgeschlossene Dissertation. Das Buch ist in drei Bereiche gegliedert, die sich “Neuen Problemfeldern und Perspektiven in der Deutschdidaktik”, “Textverstehen und Leseförderung” und “Literaturwissenschaftlichen Ansätzen” widmen. “Es ist wohl die umfassendste Zusammenstellung aktueller Forschungsergebnisse und –vorhaben des deutschdidaktischen Nachwuchses im Bereich des literarischen Lernens”, so Jan Boelmann.

1. April 2011

Wiedereinführung von Schulgeld in NRW

KLEINE ANFRAGE:

1. April 2011

Wie beurteilt die Landesregierung die Überlegungen zur Wiedereinführung von Schulgeld für den Besuch der gymnasialen Oberstufe?

01.04.2011

Kleine Anfrage

der Abgeordneten Sigrid Beer

Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN

Wie beurteilt die Landesregierung die Überlegungen zur Wiedereinführung von Schulgeld für den Besuch der gymnasialen Oberstufe?

In der Diskussion um die Abschaffung von Studiengebühren in NRW wurden verschiedene Argumente bemüht. Die Befürworter der Abschaffung führten ins Feld, dass der Zugang zu Bildung frei von finanziellen Hürden sein solle und der Zugang zum Hochschulstudium unabhängig von der wirtschaftlichen Lage des Elternhauses möglich sein müsse. Den Hochschulen müsse ein Ausgleich für entfallende Einnahmen aus dem Landeshaushalt gewährt werden.

Die Verfechter der Beibehaltung von Studiengebühren aus den Reihen von CDU und FPD wiesen einerseits darauf hin, dass der Landeshaushalt in einer angespannten Lage sei und andererseits, dass durch ein aus öffentlichen Mitteln finanziertes Studium “die Krankenschwester mit ihrem Steueraufkommen das kostenlose Studium von Professorenkindern finanziere”.

Nachweislich ist bei den etwa 230.000 Schülerinnen und Schülern in der gymnasialen Oberstufe der Anteil von Kindern aus Akademikerfamilien deutlich größer als der aus Nichtakademikerfamilien. Analog zur Argumentation bei den Studiengebühren ergibt sich konsequenter Weise daraus die Frage, ob bei Beibehaltung von Studiengebühren nicht auch die Wiedereinführung von Schulgeld für den Besuch der gymnasialen Oberstufe konsequent wäre.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Landesregierung:

1.     Welche Mehreinnahmen für den Landeshaushalt wären zu generieren bei Einführung von Schulgeld in Höhe von 500 € für den Besuch eines Schulhalbjahres in der gymnasialen Oberstufe?

2.     Welche möglichen Folgen sind nach Ansicht der Landesregierung bei Einführung des Schulgeldes zu erwarten hinsichtlich des Zugangs zum Abitur?

3.     Welche Einsparungen an Sonderprogrammen ergeben sich daraus, dass vermutlich weniger Schülerinnen und Schüler  mit Migrationshintergrund und weniger aus einkommensschwachen Familien die gymnasiale Oberstufe besuchen werden?

4.     Wie beurteilt die Landesregierung die sich ergebende Analogie zur Erhebung von Oberstufen-Schulgeld aus den Begründungen aus Reihen der CDU- und FDP-Fraktion in Bezug auf die Abschaffung der Studiengebühren?

5.     Welche Standards sind gefährdet, wenn mehr Schülerinnen und Schüler zum Abitur geführt werden?

 

Sigrid Beer

Zuständig für dieses Thema:

 

 

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