28. Februar 2011
Rund 500 Kinder aus südosteuropäischen Zuwandererfamilien gehen in Duisburg nicht zur Schule. Der Jugendhilfeausschuss verabschiedete jetzt einen Antrag der AWo, um den Hilfe- und Integrationsbedarf der Jugendlichen zu ermitteln.
Rund 3500 Zuwanderer aus Südost-Europa leben zur Zeit in Duisburg. Seit der EU-Erweiterung ist ihre Zahl kontinuierlich gewachsen. Nach Angaben der Arbeiter-Wohlfahrt konzentrieren sich die Zuwanderer vor allem in Hochfeld, aber auch in Laar, Bruckhausen und Marxloh sind verstärkte Zuzüge zu beobachten. Der Jugendhilfe-Ausschuss verabschiedete jetzt einstimmig einen Antrag der AWo „zur Feststellung und Ermittlung des Jugendhilfe- und Integrationsbedarfs von minderjährigen Zuwanderern aus Südost-Europa“.
Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass viele der schätzungsweise 500 Jugendlichen aus diesen Zuwandererfamilien aus Bulgarien und Rumänien nicht zur Schule gehen und auf Wartelisten für einen Schulbesuch stehen. Problematisch ist in vielen Fällen auch die gesundheitliche Situation, da sie oftmals keine Leistungen erhalten und somit nicht krankenversichert sind.
“Situation der Zuwandererfamilien wird ignoriert”
Karl-August Schwarthans von der Arbeiter-Wohlfahrt kritisierte im Ausschuss die Stadtspitze, die die Situation dieser Zuwandererfamilien offensichtlich ignoriere: „Hier herrscht scheinbar die Hoffnung, dass die Karawane vorüberzieht. Aber diese Familien haben keine Rückkehr geplant.“
Dezernent Karl Janssen erklärte, dass man sich in einem „fürchterlichen Dilemma“ befinde, bezeichnete es jedoch als eine gesamtgesellschaftliches Problem in Deutschland. „Wie brauchen da Hilfestellung.“ Die Zuwanderung sei eine Konsequenz aus der europäischen Öffnung.
Aus Gesprächen, die AWo-Mitarbeiter in den Beratungsstellen geführt haben, stammt die Erkenntnis, dass die Jugendlichen keineswegs bildungsunwillig seien. Da die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen gefährdet sei, bestehe Handlungsbedarf.
Quelle: WAZ
Hierzu gibt es zwei Anfragen im Schulausschuss 10.03.2011
Anfrage B90/Die Grünen Nicht-beschulte schulpflichtige Kinder in Hochfeld
Anfrage SPD Schreiben des Runden Tisches für Hochfeld
24. Februar 2011
“Das Bildungspaket muss nachgebessert werden”, fordert Andrea Heiliger, Pressesprecherin des Bundesverbandes Nachhilfe- und Nachmittagsschulen (VNN) e.V. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Schüler nur dann eine Lernförderung erhalten, wenn sie die Klassenversetzung erreichen.
Ist die Versetzung voraussichtlich ausgeschlossen, dann besteht kein Anspruch auf Förderung. “Das ist zu sehr eingeschränkt”, betont Heiliger. “Und Kinder, die für ein besseres Abschlusszeugnis büffeln, damit ihre Bewerbungschancen steigen oder Kinder, die den Übergang von der Hauptschule zur Real-schule oder Gymnasium schaffen möchten, sollten auch unterstützt werden. Das wäre gerecht.”
Dass sich die Bildungschancen von rund 2,5 Mio. Kindern aus Hartz IV- und Geringverdiener-Familien verbessern müssen, darüber sind sich Politiker und Bildungsexperten schon seit Monaten einig. Doch wie sie das Bildungspaket schnüren und mit welchen finanziellen Möglichkeiten und Partnern sie es stemmen, darüber wurde zäh verhandelt. “Ob das Bildungspaket mit geschätzten Kosten von 1,6 Milliarden Euro jährlich am Freitag von Bundestag und Bundesrat zugeschnürt wird, darauf sind wir sehr gespannt” betont Heiliger. “Wir fordern Chancengleichheit und dafür ist eine Nachbesserung im Ge-setzentwurf notwendig.”
Der im Jahr 2003 gegründete Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen e.V. (VNN e.V.) ist der größte deutsche Nachhilfeverband. Er vertritt 2544 privatwirtschaftliche Nachhilfeorganisationen und damit über 50 Prozent der institutionellen Nachhilfe. Die Mitglieder des VNN e.V. garantieren hohe Qualitätsstandards und individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern in Kleingruppen oder Einzelunterricht. Dies gibt Eltern, Kindern und Jugendlichen Sicherheit und Orientierung. Außerdem setzt sich der Bundesverband für einen partnerschaftlichen und vertrauensvollen Dialog zwischen Schule, Politik und Wirtschaft ein. Sitz des Bundesverbandes ist Erftstadt.
Pressekontakt zu dieser Meldung
Städtepartnerschaften sind wichtig, nicht nur für eine Stadt wie Duisburg. Der Austausch über Ländergrenzen hinweg hat Tradition. Denkt man nur an die Städtefreundschaft mit Sedgefield Borough und dem Stadtteil Rheinhausen.
Auch eine Neue Städtepartnerschaft wie die achte jetzt mit Fort Lauderdale bereichert eine Stadt. Die Befürchtungen, die schon in der Ratssitzung im Juni 2010 geäußert wurden haben sich offensichtlich bewahrheitet. Die Aussage des Oberbürgermeister Adolf Sauerland und der Verwaltung, die damals behauptete, dass sich Sponsoren finden würden, die die Rechnungen bezahlten, ist nicht das Papier wert auf das es stand.
972 796 Euro ist der Haushaltsansatz für Repräsentationen zu denen auch die Städtepartnerschaften 2011 zählen . Es fragt sich ob dies für eine Stadt wie Duisburg, die unter HSK (Haushaltssicherungsgesetzt) steht angemessen ist.
Wir wissen z.B. das es einen hohen Bedarf an Plätzen im offenen Ganztag gibt welche die Verwaltung selber festgestellt hat. Dazu Dietmar Strüh von der von der Bildungsholding am 02 Februar in der NRZ “Wir würden den Ganztag gerne flächendeckend und qualitativ ausbauen”, sagt Strüh. “Doch selbst wenn wir könnten, dürften wir nicht, weil wir unter der Aufsicht der Genehrmigungsbehörde stehen.“
Das Jugendparlament in Duisburg, war eine Erfolgsgeschichte leider ohne Happy End, weil die weitere Durchführung und Ausweitung auf alle Stadtteile unter HSK nicht möglich ist. Kürzungen bei den Zuschüssen an den Stadijugendring und möglicherweise demnächst das Hundertmeisterhaus und vieles mehr. Sie sind alle wie wir Eltern begeistert, dass wenigstens noch Geld das ist um bei diesem schlechten Wetter in die Sonne zu fahren.
V.I.S.D.P. Frank Jakobs (Vorsitzender)
23. Februar 2011
Liebe Leserin, lieber Leser,
der Ausbau ganztägiger Angebote führt zu einer Neujustierung der Verantwortungsbereiche Erziehung, Bildung und Betreuung. Aber wie soll das Verhältnis von öffentlicher und privater Verantwortung künftig genau aussehen? Fragen, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der internationalen Fachtagung “Mapping Families: Praktiken und Konzepte von Kindern, Eltern und Professionellen in Ganztagsschulen” in Bielefeld beantworteten.
Binnendifferenzierung, Blockunterricht, Rhythmisierung, schulartenübergreifende Angebote – in Sachsen macht sich jede Ganztagsschule auf ihren eigenen Weg, Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern. “Es ist viel Arbeit, aber diese Anstrengung lohnt”, resümierte ein Schulleiter auf dem 3. Sächsischen Kongress zu Ganztagsangeboten in Dresden.
“Die Halbtagsschule wird es in Zukunft nicht mehr lange geben”, sagte Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper anlässlich der die Bremer Fachgespräche am 4. Februar 2011. Die Arbeitsergebnisse der Tagung seien keine vergebliche Mühen: “Wir gehen in einen Prozess, der in eine neue Verordnung mündet.”
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Referat Öffentlichkeitsarbeit
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11055 Berlin
Tel.: 0800 2623 004
Fax.: 01888 572 094
E-Mail: information@bmbf.bund.de
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22. Februar 2011
Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:
Schulministerin Sylvia Löhrmann und der Koordinierungsrat der Muslime haben heute in Düsseldorf offiziell Einvernehmen über eine Gemeinsame Erklärung zur Einführung eines bekenntnisorientierten Islamunterrichts erzielt. „Auf dem Weg zur Einführung eines islamischen Religionsunterrichts haben wir heute endlich nach jahrelangen Gesprächen den entscheidenden Durchbruch erzielt“, erklärte Ministerin Löhrmann.
In der Gemeinsamen Erklärung haben Schulministerium und Koordinierungsrat vereinbart, einen Beirat einzuberufen, der die religiösen Grundsätze der Muslime gegenüber dem Land formuliert und bei der Einrichtung und Durchführung des bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterrichts mitwirkt – so wie die Kirchen beim evangelischen und katholischen Religionsunterricht. Zur Umsetzung des Vorhabens ist eine Schulgesetzänderung erforderlich, die auch für die rechtliche Absicherung des Beiratsmodells sorgt.
Bei der Beiratslösung handelt es sich um eine zu befristende Übergangslösung, bis auf Seiten der Muslime die Anforderungen an eine Religionsgemeinschaft erfüllt sind. Die Mitglieder des Koordinierungsrates verstehen sich bereits als Religionsgemeinschaften. Die Landesregierung begrüßt die Bemühungen und die Entwicklung des Koordinierungsrates, die in den Rechtsstatus der Religionsgemeinschaft münden sollen.
Sylvia Löhrmann: „Die Gemeinsame Erklärung ist ein großer Erfolg für die 320.000 muslimischen Schülerinnen und Schüler in NRW, weil wir nun in absehbarer Zeit einen bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht einrichten können. Der Gesetzentwurf kann jetzt zeitnah fertiggestellt werden. Ich würde es begrüßen, wenn er – in Anknüpfung an die interfraktionelle ‚Integrationsoffensive Nordrhein-Westfalen’ vom 19. Juni 2001 – aus der Mitte des Parlaments in den Landtag eingebracht würde.“
Achtung Redaktionen: Die Gemeinsame Erklärung und ein Foto von der Unterzeichnung finden Sie im Internet unter:
http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Meldungen/Pressemitteilungen/index.html
Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Telefon 0211 5867 3505 oder -3506.
Dieser Pressetext ist auch über das Internet verfügbar unter der Internet-Adresse der Landesregierung http://www.nrw.de
20. Februar 2011
Zumindest die versprochene Abschaffung der allgemeinen Studiengebühren für rund eine halbe Million Studierende in Nordrhein-Westfalen rückt in greifbare Nähe. Der Ausschuss für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie stimmte am Freitag für die Abschaffung mit einer Mehrheit aus den Fraktionen der SPD, der Bündnis 90/Die Grünen und der LINKEN.
Nadine Berger, Geschäftsführerin des Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS), freute sich über die aktuelle Entwicklung: „Diese Einigung ist lange überfällig gewesen! Wir warten aber noch die Abstimmung am 24. Februar ab.“
Während DIE LINKE die Forderung der Studierenden in NRW aufgriffen und eine sofortige Abschaffung zum Sommersemester 2011 forderte, sowie als Kompensation 500 Euro pro Studierenden, konnten sich die Regierungsfraktionen nur auf den Kompromiss einigen, dass mindestens 249 Millionen pro Jahr kompensiert werden bei Abschaffung zum Wintersemester 2011/12. Das bedeutet, dass die Höhe der Kompensationsmittel jedes Jahr neu verhandelt werden muss.
„Wir bedauern, dass die Studierenden ein weiteres Semester unter einem ungerechten und antisozial wirkenden Instrument einer menschenverachtenden Marktideologie leiden müssen. Trotz allem Makel wird die Verabschiedung des Gesetzes einen Fortschritt für alle Menschen in Nordrhein-Westfalen darstellen.“ sagte Nadine Berger, Geschäftsführerin des ABS.
Abgezeichnet hatte sich die heutige Zustimmung schon nach der Sitzung des Haushalts- und Finanzausschusses am Donnerstag. DIE LINKE stimmte den Regierungsplänen zu, trotz einer zu geringen Kompensation für die Hochschulen.
Wie teuer erkauft diese Abschaffung der allgemeinen Studiengebühren wirklich sein wird, muss abgewartet werden. Das Durchsetzen der niedriger ausfallenden Kompensationszahlungen könnte für die Landesregierung noch zum Bumerang werden.
Kontakt:
Aktionsbündnis gegen Studiengebühren
Wöhlertstr. 19
10115 Berlin
Telefon:
Nadine Berger – 0163 – 759 084 1
Amin Benaissa – 0163 – 759 084 2
E-Mail: abs@studis.de
Homepage: http://www.abs-bund.de
16. Februar 2011
Ab sofort können sich gesellschaftlich engagierte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund für das START-Stipendienprogramm bewerben. START unterstützt sie mit einer finanziellen Förderung und zahlreichen Bildungsangeboten auf dem Weg zum Abitur. Interessenten können sich ab sofort online bewerben unter www.start-stiftung.de. Bewerbungsschluss ist der 15. März 2011.
In Nordrhein-Westfalen wird die Bildungsinitiative zum sechsten Mal ausgeschrieben. START möchte Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund, die gute schulische Leistungen und ein überzeugendes soziales Engagement aufweisen, verstärkt die Möglichkeit zu einer höheren Schulbildung und damit verbunden bessere Chancen für eine gelungene Integration bieten. Die START-Stiftung – ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – gGmbH führt das Stipendienprogramm durch. Getragen wird das Programm in NRW außerdem vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen und 34 weiteren Partnern.
NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann betont: “Ich hoffe, dass sich möglichst viele Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund aufgerufen fühlen, sich zu bewerben. Das Stipendium ist eine gute Unterstützung für einen gelingenden Bildungsweg.”
Das START-Stipendium umfasst eine materielle und eine ideelle Förderung. Die materielle Förderung besteht aus einem monatlichen Bildungsgeld in Höhe von 100 Euro und einer PC-Grundausstattung (Laptop, Drucker) mit Internetanschluss. Zur ideellen Förderung zählen verpflichtende Bildungsseminare – z. B. aus den Bereichen Demokratie, Sprache und Medien – und frei wählbare Seminare mit künstlerischem, sozial- und naturwissenschaftlichem sowie wirtschaftlichem oder sportlichem Schwerpunkt. Hinzu kommen Exkursionen in privatwirtschaftliche Unternehmen und öffentliche Verwaltungseinrichtungen, Besuche von Kulturveranstaltungen, individuelle Beratungen zur schulischen und persönlichen Entwicklung sowie zur Studien- und Berufsplanung. Die START-Stipendien werden zunächst für die Dauer eines Jahres gewährt und bei anhaltend guten Leistungen und gesellschaftlichem Engagement bis zum Erreichen eines Bildungsabschlusses wie dem Abitur verlängert.
Andrea Bartl, Geschäftsführerin der START-Stiftung gGmbH, erläutert: “Uns ist es wichtig, den Stipendiaten Zugang zu Themen und Kontakten zu ermöglichen, die über das schulische Maß hinausgehen. Gerade diese Form der ideellen Förderung wird von den Stipendiaten sehr geschätzt, weil sie ihnen Schlüsselqualifikationen vermittelt und die Stipendiaten sich in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt fühlen.”
Von dem Erfolg der START-Stipendiaten sind die START-Partner in Nordrhein-Westfalen überzeugt. “Wir gehen mit großer Überzeugung in die nächste Förderrunde, denn jede Begegnung mit den START-Stipendiaten hat uns gezeigt, wie wichtig und richtig diese Form der Unterstützung ist”, betont Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutsche Telekom Stiftung, im Namen der Förderer. “Die Jugendlichen sind mit großem Engagement unterwegs und wollen etwas bewegen – und das häufig trotz schwieriger persönlicher Umstände. Das verdient Respekt und Unterstützung.”
Voraussetzungen für ein START-Stipendium sind neben einem Migrationshintergrund der Schülerinnen und Schüler, ihrer Eltern oder Großeltern gesellschaftliches Engagement und ein Notendurchschnitt von 2,5 und besser. Zum Zeitpunkt der Bewerbung sollten die Jugendlichen die Klassenstufen neun und zehn (bei 13-jähriger Schulzeit) bzw. die Klassenstufen acht und neun (bei 12-jähriger Schulzeit) besuchen. Das Stipendium richtet sich ausdrücklich an Schülerinnen und Schüler aller Schulformen.
Interessenten reichen in einem ersten Schritt online unter www.start-stiftung.de eine Kurzbewerbung ein. Nach einer Vorauswahl werden die aussichtsreichsten Kandidaten aufgefordert, eine ausführliche Bewerbung online abzugeben. Für die endgültige Auswahl werden die Bewerber zu einem persönlichen Gespräch eingeladen.
In Nordrhein-Westfalen ist START eine gemeinsame Bildungsinitiative der START-Stiftung – ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – gGmbH und folgender Partner: Arbeitgeberverband Remscheid, Stadt Bielefeld, Bielefelder Bürgerstiftung, Bildungs- und Erziehungsstiftung der Herner Sparkasse, Blumberg-Stiftung, Bürgerstiftung Lebensraum Aachen, Bürgerstiftung Düsseldorf, Bürgerstiftung Gütersloh, Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück, Bürgerstiftung Siegen, Bürgerstiftung Westmünsterland, Clément-Stiftung, Deutsche Bank Stiftung, Deutsche Post World Net, Deutsche Telekom Stiftung, Stadt Dortmund, Stadt Duisburg, Stadt Essen, Stadt Gütersloh, Stadt Köln – aus Mitteln der Stiftung zur Förderung des Schul- und Ausbildungswesens, Lions-Club Rheda-Ems, Marianne und Emil Lux-Stiftung, Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA NRW), Rotary Clubs Remscheid und Remscheid-Lennep, RWE Aktiengesellschaft, Stadtsparkasse Remscheid, Stiftung Bürger für Münster, Stiftung PRO ASYL, Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe, Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis, WestLB-Stiftung Zukunft NRW, Wolfgang Hamann Stiftung Hilden, Stadt Wuppertal, Wurm GmbH & Co. KG
Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung hat das START-Schülerstipendienprogramm im Jahr 2002 mit rund 20 Stipendien in Hessen begonnen. Heute unterstützen über 100 Kooperationspartner das Programm – Stiftungen aus Deutschland und den USA, Kultusministerien, Kommunen, Privatpersonen, Unternehmen und Vereine. Seit 2007 führt die START-Stiftung gemeinnützige GmbH als Tochtergesellschaft der Hertie-Stiftung das Programm durch. Im Schuljahr 2010/2011 werden insgesamt rund 700 Schülerinnen und Schüler aus über 60 Herkunftsländern gefördert. Zusammen mit den Stipendiaten, die bereits das Abitur abgelegt haben, profitier(t)en rund 1.200 Stipendiaten von dem Programm. Von den 485 Alumni machten 97 Prozent das Abitur – 43,5 Prozent davon sogar mit einer Durchschnittsnote von 1,5 und besser. Nahezu alle ehemaligen START-Stipendiaten wählen für ihren weiteren Ausbildungsweg ein Studium. Im START-Alumni e. V. können sie dem Netzwerk weiterhin verbunden bleiben. START ist in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklen-burg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen vertreten.
Pressekontakt:
START-Stiftung gGmbH c/o ICPAHL & GÜTTLER
Silke Güttler, Gluckstr. 27 H, 60318 Frankfurt a.M.
Tel.: 0 69-66 12 48 52 Fax: 0 69-66 12 48 53 E-Mail: S.Guettler@icpahl.de
14. Februar 2011
30 Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte nehmen am heute endenden Schülercampus „Mehr
Migranten werden Lehrer“ im MutterHaus in Düsseldorf Kaiserswerth teil. Der Schülercampus ist eine Initiative der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, in Kooperation mit der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Sir Peter Ustinov Stiftung und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Durchgeführt wird der Schülercampus von der RAA NRW in enger Zusammenarbeit mit dem Netzwerk „Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte“. Das Studienorientierungsangebot ermutigt die Jungendlichen, sich über den
Lehrerberuf zu informieren. Während der viertägigen Begegnung lernen die Schülerinnen und Schüler die Vielfalt des Lehrerberufs kennen, hospitieren an Schulen, sprechen mit Praktikern über Berufswege und Aufstiegsmöglichkeiten. Dabei tauschen sie sich mit Experten aus, insbesondere mit Lehrkräften und Lehramtsstudierenden, die selber eine Zuwanderungsgeschichte haben. Das informative Programm enthält auch Musikbeiträge, literarische und theatralische
Darbietungen.
Bei der Auftaktveranstaltung unterstrich Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Lehrerinnen und Lehrer mit Zuwanderungsgeschichte haben Vorbildcharakter. Sie stehen für gelingenden Bildungsaufstieg. Außerdem können sie wichtige, didaktische und methodische Impulse geben und so zur interkulturellen Öffnung von Schule beitragen.“ Dr. Tatiana Matthiesen, Gesamtkoordinatorin des Projekts seitens der ZEIT-Stiftung, ergänzte stellvertretend für die Projektpartner: „In Finnland werden die Besten Lehrer.
In Deutschland entscheiden sich Oberstufenschüler, vor allem junge Migranten, oft gegen den Pädagogenberuf. Der viertägige Schülercampus “Mehr Migranten werden Lehrer” will das ändern. Die Teilnehmer gewinnen neue Einblicke in die Schulpraxis und finden heraus, ob der Beruf wirklich zu ihnen passt. Damit können sie ihr Studienfach überlegt wählen – und gute Lehrer werden.“
Das Programm der Veranstaltung und weitere Informationen gibt es unter www.mehrmigranten-werden-lehrer.de.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Dr. Antonietta P. Zeoli, Landeskoordinatorin der Lehrkräfte mit Zuwanderergeschichte, RAA NRW, 0201/832 83 01, E-Mail: antonietta.zeoli@hauptstelle-raa.de
10. Februar 2011
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Rahmen der Gesprächsrunde zur Inklusion hatte Frau Ministerin Löhrmann Ihnen am 13. Dezember 2010 konkrete erste Schritte auf dem Weg zur Erstellung eines Inklusionsplans für Nordrhein-Westfalen angekündigt, die ich Ihnen hiermit vorstellen und transparent machen möchte.
Ziel der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist es, für Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf das individuelle Recht auf gleichberechtigten Zugang zum allgemeinen Bildungssystem zu sichern und ihnen damit selbstbestimmte und aktive Teilhabe an Bildung, Arbeit und am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen.
Dies erfordert einen Gestaltungsprozess, der zunächst von den bestehenden landesrechtlichen Regelungen und den vorhandenen Strukturen und Ressourcen ausgeht und diese auf der Grundlage eines Inklusionsplans weiterentwickelt.
Mit dem zwischenzeitlich beschlossenen Nachtragshaushalt hat der Landtag personelle Lücken geschlossen, die auch in der Unterrichtsversorgung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung entstanden sind – unter anderem auch bei der Personalausstattung für die Integrativen Lerngruppen der Sekundarstufe I. Hier sind weitere 188 SteIlen für den so genannten Mehrbedarf hinzugekommen, so dass die Gesamtzahl nun bei 483 liegt. Um das gemeinsame Lernen weiter zu fördern, beabsichtigt die Landesregierung mit dem Haushaltsentwurf für 2011 eine weitere Erhöhung auf insgesamt 600 Stellen für den Mehrbedarf.
Bis zur endgültigen Transformation der UN-Konvention sollen Schulträger und Schulaufsicht im Rahmen der bestehenden Regelungen alle Möglichkeiten ausschöpfen, um dem Elternwunsch so weit wie möglich
Rechnung zu tragen. Dem dient der soeben erfolgte Erlass einer geänderten Verwaltungsvorschrift zu § 37 AO-SF, den ich Ihnen im Anhang zu Ihrer Information übersende. Die erfolgten Ergänzungen verstärken insbesondere das Antragsrecht der Eltern auf Beschulung ihrer Kinder im Gemeinsamen Unterricht oder in einer integrativen Lerngruppe.
Im Rahmen des weiteren Dialogs wurde mit einigen Wenigen von Ihnen bereits ein Gesprächstermin vereinbart; soweit dies noch nicht geschehen ist, setzen wir uns kurzfristig mit Ihnen in Verbindung.
Mit freundlichen Grüßen
Ralph Fleischhauer
8. Februar 2011
Erhöhung der Fördersätze um 14 Prozent verbessert Qualität des Angebotes“
Erstmals seit Bestehen der Offenen Ganztagsschule im Primarbereich (OGS) wurden jetzt die Fördersätze erhöht. Schulministerin Sylvia Löhrmann sagte heute in Düsseldorf: „Die Erhöhung der Fördersätze um 14 Prozent
war dringend notwendig, denn die lange Wartezeit hat bei den Schulen und Trägern zu massiven qualitativen Problemen geführt.“ Eingeführt wurde die OGS 2003. Die Erhöhung der Fördersätze ist zum 1. Februar 2011 wirksam geworden. Die Landesregierung hat den Fördersatz pro Kind und Schuljahr von 615 auf 700 Euro
und bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf von 1.230 auf 1.400 Euro angehoben. Die Hälfte der für die OGS vom Land geförderten Lehrerstellen kann für Fachkräfte aus Jugendhilfe, Kultur, Sport und weiteren Bereichen der Zivilgesellschaft genutzt werden. Der Anteil dieses zusätzlichen Fördersatzes steigt von 205 auf 235
Euro bzw. von 430 auf 490 Euro. Im laufenden Schuljahr gibt es etwa 215.000 OGSPlätze, davon etwas über 12.500 Plätze für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
Ministerin Sylvia Löhrmann: „Damit erhalten Schulen und Träger deutlich größere Spielräume für die qualitative Ausgestaltung des Ganztags. Die Schulträger sind jetzt gefordert, die Mittel zeitnah an Schulen und Träger weiterzugeben.“ Weitere Informationen: www.schulministerium.nrw.de (dort unter Ganztag) und
www.ganztag.nrw.de.