Zum Inhalt springen


Blog der Stadtschulpflegschaft Duisburg - Die Elternvertretung in der Stadt Duisburg

Follow SchuleDuisburg on TwitterStadtschulpflegschaft auf Twitter folgen


15. November 2010

Neues Webportal für den Volkshochschulverband

Der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) hat heute ein neues Informationsportal im Internet freigeschaltet: Auf grundbildung.de sind umfassende Ergebnisse von DVV-Projekten zu finden, die sich in den vergangenen Jahren mit dem Schwerpunktthema Grundbildung befasst haben. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), wurden Kurse evaluiert, Handlungsempfehlungen entwickelt und Netzwerke geschmiedet. Zudem entstanden ein Lernportal, ein Soziales Netzwerk und ein Computer-Lernspiel.

“Ohne umfassende Grundkompetenzen im Lesen, Schreiben und Rechnen wird es zunehmend schwieriger, in ganz alltäglichen Situationen zurechtzukommen. Einen Beruf zu ergreifen, ohne zumindest über solide Grundkenntnisse zu verfügen, ist nahezu unmöglich”, erläutert die stellvertretende DVV-Direktorin Gundula Frieling. “Mit Alphabetisierungskursen erreichen die Volkshochschulen Jahr für Jahr Tausende. Doch über die eigentliche Alphabetisierung hinaus gibt es noch jede Menge zu tun.” Die Forschungsergebnisse zeigten eindeutig, wie ausbaufähig der ganze Bereich ist.

grundbildung.de soll die erste (Online-) Adresse für all diejenigen werden, die Einblicke in diese umfangreiche Thematik erhalten möchten. Detailliertes Hintergrundwissen, Materialien und weiterführende Links, aber auch Termine beispielsweise für Fortbildungen und Fachveranstaltungen werden dort veröffentlicht.

Wie können Menschen mit geringer Grundbildung besser erreicht werden? Was kann in VHS-Kursen verbessert werden? Was ist aus ehemaligen Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern geworden? Welche Qualifizierungen brauchen Dozentinnen und Dozenten? Solche Fragen wurden in den DVV-Projekten untersucht und beantwortet. Entstanden sind dabei auch eigene, für die Nutzer kostenlose “Produkte” – etwa das inzwischen bekannte Lernportal ich-will-lernen.de, das Soziale Netzwerk AlphaVZ und das Lernspiel Winterfest.

Zeitgleich mit dem so genannten Launch von grundbildung.de erscheint auch ein kostenloses Sonderheft der Zeitschrift dis.kurs, dem Magazin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes.

Der Deutsche Volkshochschul-Verband ist die bildungs- und verbandspolitische Vertretung der Volkshochschulen und der VHS-Landesverbände auf Bundes- und europäischer Ebene. Hinter ihm stehen die rund 1000 Volkshochschulen in Deutschland.

14. November 2010

Bildungsexperten: Deutsches Schulsystem benachteiligt Kinder mit Behinderungen

Nach Ansicht von Bildungsexperten benachteiligt das stark selektiv ausgerichtete deutsche Schulsystem Menschen mit Behinderungen und verstößt damit gegen die UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen.

Nach Ansicht von Bildungsexperten benachteiligt das stark selektiv ausgerichtete deutsche Schulsystem Menschen mit Behinderungen und verstößt damit gegen die UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen. Die Lern- und Sprachbehinderten blieben als größte Gruppe per se von vornherein ausgeschlossen, weil die Regelschulen überfordert seien, ein adäquates Bildungsangebot zu gewährleisten, kritisierte unter anderem Professor Hans Wocken von der Universität Hamburg. Er war einer von acht Experten, die der Unterausschusses des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am Mittwoch in eine öffentliche Anhörung eingeladen hatte, um mit ihnen über die Umsetzung und die Folgen der UN-Konvention und die Bedeutung für das Bildungswesen zu diskutieren.

Tatsache sei, kritisierte Wocken, dass 85 Prozent aller Behinderten Förderschulen besuchten. Deutschland verschenke damit auch Begabungen. “Spezielle und sehr betreuungsintensive Behinderungen sind selten”, bedauerte Wocken und forderte als Sofortmaßnahme die Abschaffung von Sonderschulen und die flächendeckende Zuteilung von Sonderpädagogen an Regelschulen.

Die UN-Behindertenrechtskonvention ist seit Mai 2008 in Kraft und wurde auch von Deutschland ratifiziert. Zentrale Forderung ist die soziale Inklusion, also die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen in den Alltag und in die Bildung.

“Wenn die Inklusion erfolgreich durchgesetzt wird, dann wird es die unterschiedlichen Schultypen in Deutschland nicht mehr geben”, prognostizierte der Sachverständige Wolfgang Blaschke von der Initiative “Eine Schule für alle”. Auch Norbert Hocke von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sagte, “das gegliederte Schulsystem wird auf lange Sicht durch die Inklusion unterlaufen”. Martin Eckert vom Verband der Körper- und Mehrfachbehinderten betonte, die UN-Konvention biete für die Eltern eine “Riesenchance”. Die Jahrzehnte des Aussonderns von Kindern aus den überforderten Regelschulen in Förderschulen seien endlich vorbei.

Einen bedeutenden Schub durch die UN-Konvention sah auch Edna Rasch vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge. “Inklusion bedeutet: Keine Diskriminierung mehr. Sonderzuweisungen von Kindern in Förderschulen gegen den Willen der Eltern werden nicht mehr möglich sein”, erklärte sie. Die bisher praktizierte “Segregation” müsse überwunden werden.

“Die Durchlässigkeit der Schulen muss für alle Schüler gelten”, forderte Gerhard Zupp von der Bundesarbeitsgemeinschaft Behindertenpädagogik. Barrieren für Sprachbehinderte seien einfach abzubauen: “Räumliche Verhältnisse, das Vermeiden von Hintergrundgeräuschen, angepasste Arbeitsmaterialien und visuelle Angebote wären einfache Lösungen.”

“Die Schulen brauchen jetzt unsere Unterstützung”, forderte Rainer Dillenberg von der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung. “Schon unter den heutigen Rahmenbedingungen ist inklusive Schulbildung möglich”, betonte er und forderte umfassende Änderungen aller, Schulgesetze  ohne Einschränkungen.

Als Problem bei der Umsetzung der “inklusiven Bildung” machten die Experten einstimmig die föderale Struktur des Bildungswesens aus. Jedes Bundesland interpretiere die Konvention unterschiedlich. “Wir brauchen ein einheitliches Leitbild”, forderte Wolfgang Blaschke und bat die Kinderkommission des Bundestages das Thema durch bundespolitische Initiativen voranzubringen.

11. November 2010

Neue Grundschulbroschüre für Eltern

WESTF04440-A4-RGB

Noch bis zum 15. November laufen die Anmeldungen an den Grundschulen für alle Kinder, die im Sommer 2011 eingeschult werden. Vielen Eltern wird jetzt schon klar: Ein neuer, besonderer Lebensabschnitt beginnt. Der Besuch der Grundschule wird den Kindern eine spannende und erlebnisreiche Welt eröffnen, diese neuen Eindrücke werden auch das tägliche Leben der Familie prägen. Eine neue Broschüre des Schulministeriums bietet Eltern grundlegende Informationen zur Grundschule von heute und gibt auf viele Fragen rund um den Schulanfang Antworten. Die Broschüre steht Eltern hier zur Bestellung oder zum Download zur Verfügung.

Gasteltern gesucht

Sehr geehrte Damen und Herren,

jedes Jahr kommen mit AFS etwa 800 Gastschüler aus aller Welt nach Deutschland, die hier in einer Familie leben, die Schule besuchen und so Deutschland und seine Kultur kennen lernen. Darunter sind nicht nur Schüler aus den USA und Europa, sondern auch aus vielen anderen Ländern: zum Beispiel aus Thailand, Brasilien, Bolivien, Vietnam, Indonesien und vielen weiteren Staaten. Die Schüler wollen nicht nur Deutschland kennen lernen, sondern freuen sich auch darauf, aus ihren Ländern zu berichten und ihren deutschen Familien ihre Kultur näher zu bringen.

Die nächste Gruppe Schüler reist im Februar 2011 an – für sie suchen wir gerade nette Familien, die die Jugendlichen als “Familienmitglied auf Zeit” aufnehmen möchten.

Können Sie uns dabei unterstützen, Gastfamilien zu finden? Vielleicht können Sie die Anfrage und das anhängende Poster an Ihre Mitglieder oder andere interessierte Stellen weiterleiten, oder sie in Newslettern und Rundbriefen veröffentlichen.

Hier ist der Bogen, mit dem sich interessierte Familien melden können:
http://www.afs.de/images/stories/AFS/Downloads/HostBEWWest.pdf

AFS ist die größte und älteste Jugendaustauschorganisation weltweit. AFS ist gemeinnützig, arbeitet nicht-kommerziell und auf ehrenamtlicher Basis. AFS Deutschland bietet Schüleraustausch, Gastfamilienprogramme und Freiwilligendienste mit über 50 Ländern an. Weitere Informationen finden Sie auch unter www.afs.de

Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie mich bitte an!

Mit freundlichen Grüßen

Sara Tsudome

P.S.: Selbst als Schüler für ein Semester oder ein Schuljahr ins Ausland gehen? Jetzt noch bewerben für Sommer 2011! Mehr Informationen hier:
http://www.afs.de/schueleraustausch/schuljahr-a-halbjahr.html

________________________________________

Sara Tsudome
Regionalbüroleitung / Director Regional Office
AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.
Regionalbüro Mitte / West | Bahnhofstr. 59 | D-65185 Wiesbaden | Germany
Tel.: +49 611 504849-00 | Fax: +49 611 504849-19
Mobil: +49 172 4548959
E-Mail: sara.tsudome@afs.org

http://www.afs.de | http://blog.afs.de | http://www.facebook.com/AFSgermany
http://www.youtube.com/AFSdeutschland | http://www.twitter.com/AFSdeutschland

+++ Bewerbungsschluss verpasst? Letzte Chance auf http://www.afs.de +++

Gastfamilien gesucht

Die Gemeinschaftsschule – ein Schulversuch !

Die Stadtschulpflegschaft Duisburg war am Freitag, den 02.10.10 bei der Schulmisterin Sylivia Löhrmann zu Gast. Gemeinsam mit der schulpolitischen Sprecherin Sigrid Beer, Staatssekretär Ludwig Hecke u.a. Die Veranstaltung lief unter dem Titel „schulpolitischer Ratschlag“ Es wurde drei große Themengebiete diskutiert.

· Gemeinschaftsschule

· G 8 contra G 9

· Inclusion

Anwesend waren die unterschiedliche Menschen die sich teils aus beruflicher Sicht (Lehrer, Schuldezernten, Ratsmitglieder aus ganz NRW, usw) und Elternvertreter von Stadtschulpflegchaften wie wir. Das Treffen mit den Elternverbänden der Landesebenen hatte eine Woche vorher stadtgefunden.

Deutlich wurde durch die Ministerin dargestellt, das es um einen Schulversuch handelt und nicht die Vorhut einer allgmeinen Einführung. In der Diskussion wurde auch deutlich, dass es sich die intressierten Schulen warscheinlich (bis zu 50) aus den ländlichen Bereichen rekrutieren könnten. Der Schultäger stellt zwar die Anträge, die Eltern der Schule müssen aber förmlich mitbeteiligt werden. Eine wichtige Aussage war, dass das ganze Projekt wissentschaftlich begleitet und evaluiert werden soll.

10. November 2010

Experten für Türkisch als Maturasprache in Östereich

Der türkische Botschafter in Wien will Türkisch in der Schule forcieren und dafür zunächst 100 Lehrer aus seinem Heimatland nach Österreich holen. Experten können der Idee einiges abgewinnen.

Türkisch als Maturasprache und mehr türkische Lehrer an Österreichs Schulen: Das fordert Kadri Ecved Tezcan, türkischer Botschafter in Österreich, im „Presse“-Interview. Er will dafür zunächst hundert Pädagogen aus seiner Heimat holen. Später sollen auch österreichische Staatsbürger am Orientalistik-Institut zu Türkisch-Lehrern ausgebildet werden. Die Forderung drückt ein deutlich gestiegenes türkisches Selbstbewusstsein aus. Es könnte aber auch bildungspolitisch durchaus sinnvoll sein, würde auch schon vor der Matura Türkisch für Türkischstämmige gelehrt.

Denn Fakt ist, dass viele Kinder türkischer Eltern mit der türkischen Sprache Schwierigkeiten haben. Im Elternhaus bekommen sie nur Umgangssprache vorgelebt, das Schreiben auf Türkisch lernen sie daheim ebenfalls nicht. Kommen sie in die Schule, beginnt schließlich der Kampf mit der deutschen Sprache. Am Ende sprechen sie weder Türkisch noch Deutsch richtig. „Mit 500 Wörtern beherrscht man noch keine Sprache“, erklärt Botschafter Tezcan.

Unter Bildungsexperten gilt es längst als gesichert, dass Schüler, die ihre Muttersprache nicht ausreichend beherrschen, auch Probleme beim Lernen anderer Sprachen haben. Dass sich viele türkischstämmige Eltern dieses Problems bewusst sind, zeigt die Zahl der Kinder, die muttersprachlichen Zusatzunterricht in Anspruch nehmen: Rund 6200 Schüler besuchen an Wiener Pflichtschulen den türkischen Unterricht. Als unverbindliche Übung, die keine Note im Zeugnis bringt. Dafür die Chance, die Muttersprache korrekt in Wort und Schrift zu lernen.

Bildungsforscher Stefan Hopmann von der Uni Wien hält es für sinnvoll, die türkische Sprache in den Unterricht einzubinden: „Jede bilinguale Erziehung hat kognitive Vorteile für Jugendliche“, sei doch eine zweite Sprache „eine zusätzliche Ressource“. Nicht umsonst würden viele österreichische Eltern ihre Kinder bewusst in bilinguale englische oder französische Schulen schicken. Negative Auswirkungen auf die Integration befürchte er nicht: „Der beste Weg ist, eines zu tun, ohne das andere zu lassen.“

Der Einsatz türkischer Lehrer kann aber auch in anderer Hinsicht Vorteile haben: Erika Tiefenbacher, seit sieben Jahren Direktorin der KMS Schopenhauerstraße, hat gute Erfahrungen gemacht: „Ich hatte ein Problem mit den türkischen Burschen, mit ihrem Machogehabe, dass sie sich nichts sagen ließen.“ Allein durch die Anwesenheit des türkischen Muttersprachenlehrers habe sich da viel geändert. Und auch zu Eltern, die nicht Deutsch können, habe man so oft einen besseren Draht. Das Problem: Es gebe kaum bilinguale Lehrer, die Fachwissen sowohl auf Deutsch als auch in einer der „ungeliebten Zweitsprachen“ vermitteln können, so Hopmann.

Gute Erfahrungen

Was Türkisch als Maturasprache angeht, gibt es in Österreich bereits Erfahrungen. Im Jahr 2008 absolvierten die ersten fünfzehn Schüler des Abendgymnasiums am Henriettenplatz im 15. Wiener Bezirk ihre Matura in Türkisch. Als zweiter Fremdsprache, wohlgemerkt. „In den anderen Fächern gab es normalen AHS-Unterricht“, sagt Oskar Achs, erst kürzlich pensionierter Direktor der Schule.

Mit dem Schulversuch wollte man Schülern mit türkischen Wurzeln ermöglichen, ihre Muttersprache anstelle von Französisch zu lernen. „Türkisch als Wirtschaftssprache wird schließlich immer wichtiger.“ Die ganze Matura auf Türkisch abzulegen, das sei allerdings nie zur Debatte gestanden, so Achs. „Und das hätte auch keinen Sinn.“ „Von einer Matura auf Türkisch halte ich wenig“, meint Landesschulinspektor Karl Blüml vom Wiener Stadtschulrat. Auch Schüler aus türkischen Migrantenfamilien sollten auf Deutsch antreten: „Bei aller muttersprachlicher Förderung ist gutes Deutsch in Österreich essenziell.“ Das sagt auch der oberste AHS-Direktorenvertreter Österreichs, Wilhelm Zillner.

Und doch, Experten sehen durchaus positive Seiten am Vorschlag des Botschafters: So spricht Heidi Schrodt, Direktorin der Wiener AHS Rahlgasse, von einer „Zukunftsvision“. „Die Matura in der Muttersprache und Deutsch als erster Fremdsprache absolvieren, wenn man erst wenige Jahre im Land ist – warum nicht?“ Allerdings dürfe das dann nicht nur für Türkisch gelten.
Quelle: Die Presse

PS: Türkisch hatten wir in Duisburg am Clauberg Gymnasium als Abiturfach. Durch die Auflösung des Clauberg ist dies trotz anderer Bekundungen nicht mehr in einem Duisburger Gymnasium aufgetaucht.

6. November 2010

Wie viele Eltern kann ein Kind haben?

ELTERN-MITWIRKUNG

Solingerin möchte sich auch für das Kind des Lebensgefährten schulisch engagieren. Die „ganz normale“ Vater-Mutter-Kind-Konstellation wird immer seltener. Patchwork-Familien sind auf dem Vormarsch,
Die kleinste Mitwirkungseinheit in der Schule ist die Klassenpflegschaft hier wählt Jede Klasse wählt zwei Elternvertreter auf dem Elternabend. Der erste VertreterIn der Klasse ist automatisch Mitglied der Schulpflegschaft. Ein Elternteil der Schulpflegschaft wird zum Vorsitzenden gewählt.

Aus der Gruppe der Schulpflegschaft werden Verteterinnen für die Schulkonferenz gewählt wober der Vorsitzende der Schulpflegschaft soge. geborener Vertreter ist. In der Schulkonferenz sitzen auch Lehrer. Die jeweiliger Anzahl der Eltern und Lehrer  richtet sich nach der Schulgröße (bei weiterführenden Schulen auch Schüler). Vorsitz hat die Schulleitung.

Ziehväter oder Stiefmütter, die selbstverständlich neben der Erziehung der eigenen Kinder auch die Kinder des neuen Partners mitbetreuen. Aber diese Übernahme von Verantwortung hat auch Grenzen – etwa im Schulmitwirkungsgesetz.

Das musste jetzt Heike Meisen erleben. Seit Jahren hat sie sich in Schulpflegschaft und Schulkonferenz an der Schule ihres Sohnes engagiert. Den gleichen Einsatz in den Eltern-Gremien wollte sie jetzt auch an der Realschule Vogelsang bringen, wo die Tochter ihres Lebensgefährten die sechste Klasse besucht.

Das Schulgesetz schiebt ihrem Engagement aber einen Riegel vor. So musste Heike Meisen erfahren, dass sie in den Gremien wie Schulpflegschaft oder Schulkonferenz nicht mitarbeiten darf, weil sie nicht als Erziehungsberechtigte das Sorgerecht für das Kind hat. „Die Tatsache, dass mein Lebensgefährte mir eine Vollmacht für diese Aufgabe geschrieben hatte, machte keinen Unterschied.“

Tatsächlich dürfen nur Erziehungsberechtigte diese Eltern-Mandate wahrnehmen, bestätigt auch Axel Meuren, Leiter der Realschule Vogelsang, der sich für den konkreten Fall extra bei der Bezirksregierung schlau gemacht hat.

Im Fall von Heike Meisen sei man erst bei der Wahl zur Schulkonferenz aufmerksam geworden. Ansonsten hätte sie auch ihre Mandate in der Klassenpflegschaft und in der Schulpflegschaft gar nicht übernehmen dürfen. „Deshalb haben wir angeboten, dass Frau Meisen an der Schulkonferenz beratend teilnehmen, aber nicht mit abstimmen darf“, so Meuren. Da seien ihm die Hände gebunden. Sonst seien die Entscheidungen der Schulkonferenz anfechtbar.

Mit dieser Lösung will sich die Mutter aber nicht abfinden. Über die Schulpflegschaft hat sie das Problem jetzt auch in den Schulausschuss eingebracht. Auch die Landeselternschaft der Realschulen ist an dem Thema dran. Sie beruft sich dabei auf §123 Abs. 1 des Schulgesetzes. Danach können die Rechte und Pflichten auch die Personen wahrnehmen, denen die „Erziehung des Kindes mit Einverständnis des Personensorgeberechtigten anvertraut oder mitanvertraut ist“. Dem gegenüber steht die Auskunft der Bezirksregierung. „Bei gemeinsamem Sorgerecht der leiblichen Eltern hat ein neuer Lebenspartner keine Vertretungsrechte“, so Katja Naumann von der Bezirksregierung. Hat nur ein Elternteil das Sorgerecht, könne ein neuer Ehepartner gewisse Vertretungen übernehmen.

Auch die LEK ( Landeselternkonferenz -Dachverband der Stadt- und Kreisschulpflegschaften ) ist an diesem Thema dran.

4. November 2010

Neue Grundschulbroschüre für Eltern

WESTF04440-A4-RGB

Noch bis zum 15. November laufen die Anmeldungen an den Grundschulen für alle Kinder, die im Sommer 2011 eingeschult werden. Vielen Eltern wird jetzt schon klar: Ein neuer, besonderer Lebensabschnitt beginnt. Der Besuch der Grundschule wird den Kindern eine spannende und erlebnisreiche Welt eröffnen, diese neuen Eindrücke werden auch das tägliche Leben der Familie prägen. Eine neue Broschüre des Schulministeriums bietet Eltern grundlegende Informationen zur Grundschule von heute und gibt auf viele Fragen rund um den Schulanfang Antworten. Die Broschüre steht Eltern hier zur Bestellung oder zum Download zur Verfügung.

3. November 2010

Montessori-Gesamt­schule Borken bundesweit Vorbild / Jakob Muth-Preis für inklusive Schule 2010

Die Montessori-Gesamtschule Borken ist heute in Berlin mit dem Jakob Muth-Preis für inklusive Schule 2010 ausgezeichnet worden. In einem persönlichen Schreiben zu dieser Auszeichnung gratuliert Schul­ministerin Sylvia Löhrmann: “Ich freue mich sehr, dass die Montessori-Gesamtschule zu den diesjährigen Gewinnern des Jakob Muth-Preises gehört. Die Schule erhält die Auszeichnung zu Recht, weil sie mit großem Engagement sehr erfolgreiche Arbeit leistet. Dieses Bemühen und dieser Erfolg sind bundesweit vorbildlich. Die Montessori-Gesamt­schule bestärkt uns in der Absicht, in Nordrhein-Westfalen ein inklusives Bildungssystem zu schaffen, in dem Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderungen gemeinsam leben und lernen können. Ich wünsche mir, dass viele weitere Schulen dem Beispiel der Montessori-Gesamtschule folgen und sich auf den Weg zur inklusiven Schule machen.”

Unter dem Motto “Gemeinsam lernen – mit und ohne Behinderung” werden Schulen mit dem Jakob Muth-Preis ausgezeichnet, in denen Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung vorbildlich gemein­sam lernen. Die drei Preisträger des Jahres 2010 sind die Heinrich-Zille-Grundschule in Berlin, die Waldschule in Flensburg und die Montessori-Gesamtschule in Borken. Die drei Schulen erhalten je 3.000 Euro Preis­geld.

Weitere Informationen: www.jakobmuthpreis.de

2. November 2010

Gegen Schulschwänzer: SMS-Dienst an die Eltern

Eltern-Alarm per Handy- Kurznachricht: Das könnte an Schleswig-Holsteins Schulen bald Alltag sein und das unerlaubte Fernbleiben vom Unterricht deutlich reduzieren helfen, hoffen Experten.

Helge Daugs, Schulrat in Lübeck, begrüßt die SMS-Benachrichtigung an Eltern von Schulschwänzern ausdrücklich: „Ein tolles System. Es würde uns die Arbeit in den Schulen sehr vereinfachen.“ Bislang würden Eltern von häufig im Unterricht fehlenden Schülern zumeist telefonisch benachrichtigt. „Nach den Zeugnissen heißt es dann aus solchen Haushalten, man sei seitens der Schule nie informiert worden.“ Die SMS biete den Vorteil, auf einfache Weise nachweisen zu können, dass zwischen Schule und Eltern ein Kontakt stattfand.

Schleswig- Holstein Anwendung  ist nicht der Vorreiter

Dem Kieler Bildungsministerium ist nicht bekannt, ob das System „Schul-SMS“ bereits irgendwo in Schleswig- Holstein Anwendung findet. Es bleibe aber jeder einzelnen Schule im Land selbst überlassen, eine solche Benachrichtigung an Eltern einzuführen. „Dazu muss lediglich die Zustimmung der Schulkonferenz vorliegen“, erklärt Ministeriumssprecherin Patricia Zimnik.

Die Gelsenkirchner Firma ibs bietet den Service an. In Nordrhein-Westfalen sei das System bereits an 25 Schulen eingeführt worden, die Datenschutzbeauftragte habe grünes Licht gegeben.

Singapur ist schon weiter

In einer weiterführenden Schule in Singapur sollen die Eltern fehlender Schüler künftig per SMS über die Eskapaden iher Sprösslinge unterrichtet werden. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters will Schuldirektor Tan Teck Hock das System zunächst an 400 Schülern der Yishun Town Secondary School testen – die Lehrer müssen die Namen fehlender Schüler nur in einer Datenbank anwählen, dann bekommen die Eltern eine SMS.

In vorgefertigten Antworten können die Eltern dann entweder eine Entschuldigung für ihre Kinder schicken oder bestätigen, dass das Kind unentschuldigt fehlt. Das System, das etwa 5000 US-Dollar kosten soll, wird vom Telekom-Unternehmen WorldRemind gesponsert. Die Idee des Ganzen sei, den Verwaltungsaufwand für Lehrer und Eltern zu minimieren, erklärte der Rektor. Es sei nicht beabsichtigt, “den Schülern mehr Stress zu verursachen”.

Powered by Gb-rugs.com - Rugs & Carpets