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Blog der Stadtschulpflegschaft Duisburg - Die Elternvertretung in der Stadt Duisburg

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17. Juni 2010

Süssmuth: Integration für “Altzuwanderer” gefährdet

Rund 30.000 integrationswillige so genannte “Altzuwanderer”, die ihre Deutschkenntnisse verbessern wollen, müssen in diesem Jahr damit rechnen, nicht zu einem Integrationskurs zugelassen zu werden. Darauf hat die Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes e.V. (DVV), Prof. Dr. Rita Süssmuth, heute in Berlin hingewiesen.

Hintergrund ist, dass dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) angesichts der nach wie vor erfreulich hohen Kursnachfrage rund 30 Millionen Euro an Haushaltsmitteln bis Ende des Jahres fehlen werden. Als Folge ist nun geplant, die Zahl der Kurszulassungen für bereits länger in Deutschland lebende Zuwanderer auf 38.000 zurück zu schrauben. Das ist im Vergleich zu 67.000 Zulassungen im Jahr 2009 ein Rückgang von fast 50 Prozent.

Die Präsidentin des größten deutschen Erwachsenenbildungsverbandes hat sich deshalb an Bundesregierung und Fraktionen gewandt und appelliert, dem Integrationsbereich die dringend benötigten zusätzlichen Mittel zur Verfügung zu stellen. Denn: “Integrationspolitisch wäre eine solch drastische Zulassungseinschränkung ein fatales Signal, weil sie auf Zuwanderer demotivierend wirken würde und letztlich Zweifel an dem hohen Stellenwert der Integration in Deutschland hervorruft”, betonte Süssmuth. Es müssten sich ausgerechnet jene Zuwanderer, die aus Eigeninteresse an einem Kurs teilnehmen wollen, auf monatelange Wartezeiten einstellen, bevor sie einen Kurs absolvieren können.

Es bestehe ein breiter politischer Konsens darin, dass Bildung und Integration zu den wichtigsten Aufgaben unserer Zeit zählen. Jetzt gehe es darum, so Süssmuth, auch in wirtschaftlich äußerst schwierigen Zeiten Flagge zu zeigen und Investitionen in Bildung und Teilhabe am Arbeitsmarkt zu stärken.

Der Deutsche Volkshochschul-Verband ist die bildungs- und verbandspolitische Vertretung der Volkshochschulen und der VHS-Landesverbände auf Bundes- und europäischer Ebene. Hinter ihm stehen die rund 1000 Volkshochschulen in Deutschland.

9. Juni 2010

Weitere Grundschule im Duisburger Süden vor dem Aus

Die Grundschulfiliale an der Nordhäuser Straße in Ungelsheim soll geschlossen werden. Nur noch sieben Neuanmeldungen gab es für das kommende Schuljahr. Für das Gebäude hat die St. George’s School Pläne.

Am Dienstag informierten Verantwortliche der englischsprachigen St. George’s School Vertreter der Bezirksvertretung Süd in einem interfraktionellen Gespräch über ihre Pläne in Ungelsheim. Am morgigen Donnerstag, 10. Juni, steht die Zukunft der Filiale der Gemeinschaftsgrundschule Am Lindentor an der Nordhäuser Straße Ungelsheim auf der Tagesordnung.

Der Tagespunkt 20, „Optimierung Flächenbindung an Schulen“, birgt Sprengstoff. Soll die Filiale der Grundschule Am Lindentor doch dichtgemacht werden. Für das Gebäude gibt es aber bereits Pläne. Und zwar eben die, die gestern hinter verschlossenen Türen von den Verantwortlichen der englischsprachigen Schule vorgestellt wurden. Zuvor war Bezirksbürgermeister Dietmar Eliaß , genauso wie alle anderen Verantwortlichen, noch nicht im Bilde, was sich an der Nordhäuser Straße tun soll.

Eliteschulen?

Trotzdem bemängelte der Sozialdemokrat die Überlegung, die Filiale zu schließen. „Dadurch, dass die schwarz-gelbe Landesregierung die Schulbezirksgrenzen aufgehoben hat und somit jedes Elternpaar selbst darüber entscheiden kann, auf welche Schule sein Kind geht, kommt es zu einer solchen Entwicklung“, so Eliaß. Er sei für die Wiedereinführung dieser Bezirksgrenzen und zudem dafür, in jedem Stadtteil mindestens eine Grundschule zu haben. „Ansonsten führt diese Entwicklung dahin, dass wir Eliteschulen und Nicht-Eliteschulen haben“, sagte der Bezirksbürgermeister.

Stadtsprecherin Anja Huntgeburth sagte, dass eine Schließung der Schulfiliale vor allem mit der Überalterung in Duisburg zu tun habe. Den Grundschülern aus Ungelsheim sei ein Schulweg beispielsweise zur Albert-Schweitzer-Schule im benachbarten Huckingen zuzumuten.

Mit der englischen Privatschule, die als potenzieller Nachfolger für das Schulgebäude an der Nordhäuser Straße infrage kommt, sei man schon längere Zeit im Gespräch. „Zuzumuten ist vieles. Ich bin als Kind auch lange Wege gelaufen. Doch die Zeiten haben sich verändert. Heute, wo auch Mütter berufstätig sind, müssen Schulwege auch so gesichert sein, dass die Kinder den Weg alleine und ohne Gefahr zurücklegen können“, war die prompte Antwort von Eliaß auf diese Aussage Huntgeburths.

Ortstermin noch nicht ausgewertet

Der Weg aus Ungelsheim zur Albert-Schweitzer-Straße sei nicht ungefährlich. „Es gibt keine Beleuchtung und auch einen wilden Bach. Um den Weg sicher zu machen, bräuchte es einige Maßnahmen“, ist sich das SPD-Mitglied sicher. Huntgeburth teilte gestern mit, dass es schon einen Ortstermin gegeben habe, jedoch weder Polizei, noch Ordnungsamt diesen schon ausgewertet hätten. „Wir sind da mitten im Verfahren“, so die Stadtsprecherin. In der Sitzung der Bezirksvertretung wird dies sicherlich Thema sein.

37 Schüler

37 Schüler besuchen in drei Klassen die Grundschul-Filiale an der Nordhäuser Straße. Die Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr belaufen sich auf sieben bis acht Schüler, so eine Sprecherin der Stadt gestern. Sie fügte hinzu, dass nicht die Stadt, sondern das Land über eine Weiterführung der Schule entscheide.

Quelle: RP Online

1. Juni 2010

Schülerin Meyer-Landrut und das Englisch

Lenas Direktor und das Fake-Englisch

Klingt das „Gesangsenglisch“ von Lena anders als ihr gesprochenes Englisch? Der Direktor ihrer Gesamtschule behauptet das – eine Verantwortung für Lenas lustigen Akzent weist er indes zurück.
Bernd Steinkamp muss es wissen: Singt Lena in ihrem Eurovisions-Siegertitel eine Art Fantasie-Englisch? Steinkamp leitet die Integrierte Gesamtschule (IGS) Roderbruch in Hannover, an der die 19-jährige Gewinnerin des Eurovision Song Contest vor wenigen Wochen ihre Abiturprüfungen abgelegt hatte. Der Pädagoge ist amüsiert über Lenas Akzent, den er für eine Nachahmung hält. Ihr „Gesangsenglisch“ erinnere ihn immer an Kate Nash, erklärte Steinkamp am Montag in Hannover. Wenn sie Englisch spreche, sei das aber ganz anders. „In Interviews ist ihr Englisch doch vorzüglich, oder nicht?“, so Steinkamp weiter.

Hat Lena ihren Akzent aus der Schule?

In seiner Schule habe er jedenfalls „noch keinen Verantwortlichen für dieses lustige Englisch ausmachen können“, sagte Steinkamp. Lena sei erst im Alter von 15 Jahren an seine Schule gekommen, vermutlich sei sie schon vorher geprägt worden, so der Schulleiter. Die 19-Jährige selbst hatte nach Kritik an ihrer englischen Aussprache immer wieder betont, dass sie nur das Englisch spreche, dass die Lehrer ihr beigebracht hätten.
Steinkamp sieht unterdessen in dem Sieg seiner Schülerin beim Eurovision Song Contest auch einen Erfolg für das Konzept der Gesamtschule. Ganz besonders habe ihn deshalb gefreut, dass Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) Lena mit einem Blumenstrauß am Flughafen empfangen habe. „Wulff ist ja eher ein Gegner von Gesamtschulen. Ich hoffe, dass er nun erkennt, dass sich eine solche Persönlichkeit nicht bei einem zwölfjährigen Abitur entfalten kann.“

Schulleiter beklagt „Medien-Tsunami“

Schließlich sei Lena an der Schule kein Einzelfall. „Hier gibt es viele junge Mädchen mit einem außerordentlichen Talent“, sagte er. Dass demnächst wieder eine seiner Schülerinnen erfolgreich ist, hält er deshalb nicht für ausgeschlossen. Lena allerdings rät er davon ab, im kommenden Jahr nochmals beim Eurovision Song Contest anzutreten. „Da kann man sich nur verschleißen“, so der Schulleiter.
Entnervt zeigte sich Steinkamp vom geballten Medieninteresse an Lena und damit auch an seiner Schule. „Wie ein Tsunami ist die Medienwelt über uns hereingerollt“, beklagte sich der Schuldirektor. TV-Kameras und Übertragungswagen hatten sich am Montag bereits zur ersten Unterrichtsstunde vor der IGS in Hannover postiert. Steinkamp musste am Vormittag ein Interview nach dem anderen geben. „Es ist nervig“, erklärte der Pädagoge. Er sei froh, wenn er sich wieder seiner eigentlichen Aufgabe widmen könne. „Das ist nicht mein Hauptjob, Interviews zu geben.”
Quelle: Focus Online

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