In der Beratung zweier Großer Anfragen zur Lage der Schulen in NRW und zu den Ergebnissen des Dresdner Bildungsgipfels betonte die Regierungskoalition wiederum, wie stolz sie auf die Schaffung von über 8.000 Lehrerstellen seit 2005 sei und damit Unterrichtsausfall bekämpft habe. Das wird regelmäßig als das größte Verdienst von Schwarz-Gelb in der Schulpolitik betont. Doch im Datenteil der Antwort auf die Großen Anfragen wird deutlich: Es werden Äpfel mit Birnen verglichen und es werden Stellen mehrfach gerechnet. Es gibt eine Reihe von Umständen, die mehr Lehrkräfte erforderlich machten, ohne dass das mit dem Kampf gegen Unterrichtsausfall zu tun hatte. Mehr SchülerInnen in den Berufskollegs erforderten 1.250, Englisch in der Grundschule 800 und die vorgezogene Einschulung 1.200 Stellen. Die Veränderung in der Sekundarstufe I durch das G8 machte 4.300 Stellen erforderlich. Das Festhalten an zu kleinen Hauptschulen aus ideologischen Gründen kostet 1.000 Stellen. 900 Stellen tauchen plötzlich in der Statistik auf, und entpuppen sich als schlichte Umetikettierung der Vertretungsreserve. 5.500 Stellen werden durch die Rückerstattung der sogenannten Vorgriffsstunden nötig.
Fazit: Die tolle Bilanz wird bei genauerem Hinsehen peinlich. Denn an den Unterrichtsbedingungen hat sich nichts geändert. Zusätzliche Lehrkräfte etwa für Individuelle Förderung sind entgegen der Ankündigung nicht geschaffen worden.
Quelle: Landes Grünen


















